Neue CDU-Projektgruppe diskutiert Energieversorgung der Zukunft
„Klimaschutz muss begeistern“

Münster-Wolbeck -

Begeisterung ist nicht das erste Wort, an das man beim Thema Klimaschutz denkt. Für den Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum ist Begeisterung nichtsdestotrotz ein Schlüssel zur „Energieversorgung der Zukunft“.

Dienstag, 26.11.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 16:48 Uhr
Mark Pape (v.l.), Henning Rehbaum und Leyla Korkmaz bei der ersten Veranstaltung der CDU-Projektgruppe Klimapolitik.
Mark Pape (v.l.), Henning Rehbaum und Leyla Korkmaz bei der ersten Veranstaltung der CDU-Projektgruppe Klimapolitik.

So lautete sein Thema auf Einladung der Projektgruppe Klimapolitik der CDU Münster im Wolbecker Stübchen.

Die Energiewende sei „eine Operation am offenen Herzen“ und „ganz besonders herausfordernd“. In NRW habe man die Ziele aus der Zeit der rot-grünen Regierung bereits übertroffen. „Das ist schön, aber es reicht nicht“, sagte Rehbaum . Und: „Das Abkommen von Paris gilt“. Im Ausland würden die Leute ganz genau schauen, ob Deutschland es schaffe, beim Klimaschutz und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Auf die Wissenschaft und ihre Warnung vor Kipp-Punkten in der Klimaentwicklung müsse man achten, „es gibt aber auch gesellschaftliche Kipp-Punkte“.

Verlässliche Rahmenbedingungen müssen „Spaß am Investieren“ erlauben. „Das muss eine Begeisterung sein, aus der heraus man einen Beitrag leistet.“

Das Klimapaket der Bundesregierung sei „ein sanfter Einstieg“. „Wir wollen, dass die Stahlindustrie in NRW bleibt und auf Wasserstoff umgestellt wird.“ Das Land fördere dies bereits. „CO 2 wird die neue Währung der Zukunft sein.“ Rehbaum sprach sich für mehr Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung aus. Speicher müssten eine große Rolle spielen, da liege für Münster in der Batterieforschung eine Chance.

Eine weitere sei Wasserstoff. „Warum soll die WLE nicht mit Wasserstoff laufen?“ Gas sei gegen die Dunkelflaute wichtig, wenn Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen wegen Schwachwind und zugleich auftretender Dunkelheit insgesamt keine oder nur geringe Mengen elektrischer Energie produzieren. Außerdem sei Wasserstoff wichtig, um den Ausstieg aus der Kohle klug zu gestalten.

Sollte man nicht ein modernes Kohle-Kraftwerk wie in Datteln in Betrieb nehmen, wenn man dafür zwei alte abschalten und Schadensersatz in Milliardenhöhe vermeiden könne?

Aus dem Publikum kamen viele Fragen. Hugo Hölken, der Vorsitzende des Agrarausschusses, beklagte Stillstand bei der Windenergie und kritisierte die hohen Kosten für de Flächenausgleich. Die bisherige Praxis reduziere auch die landwirtschaftliche Fläche zur Produktion von Nahrungsmitteln, besonders in Stadtnähe. Rehbaum schloss sich dieser Ansicht an.

Die Projektgruppe Klimapolitik der CDU Münster besteht aus Leyla Korkmaz und Mark Pape. Im August erstellten beide einen Antrag, um den Status eines Arbeitskreises zu erlangen und damit bessere Möglichkeiten, sich bekannt zu machen und Aktive zu werben. Sie streben eine Reihe von Veranstaltungen an – Rehbaum begeisterte sich schon für das Thema Verkehrspolitik.

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