Projektgruppe entwickelt Ideen für den Umweltschutz
Die klimafreundliche Gemeinde

Münster-Südost -

Wer mehr für den Klimaschutz in der Kirchengemeinde Sankt Nikolaus Münster tun will, hat seit Mittwochabend eine Anlaufstelle: Aus dem Auftakttreffen in der alten Schule von St. Agatha soll eine Projektgruppe hervorgehen. Es waren wesentlich mehr Interessierte gekommen als erwartet.

Donnerstag, 28.11.2019, 18:31 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 16:48 Uhr
Träumen, Kritisieren, Machen: Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung hatten viele Ideen. Warum nicht nach und nach alle Kirchenimmobilien mit Solaranlagen bestücken?
Träumen, Kritisieren, Machen: Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung hatten viele Ideen. Warum nicht nach und nach alle Kirchenimmobilien mit Solaranlagen bestücken? Foto: Andreas Hasenkamp

Alle Altersgruppen waren vertreten. Drei Hauptamtliche moderierten die Veranstaltung, nämlich Pfarrer Thomas Schulz , die Pastoralreferenten Richard Schu-Schätter und Thomas Hußmann. Gekommen waren außerdem drei Pfadfinder, weitere Gläubige mit oder ohne Ehrenamt sowie Michael Kuhrs aus dem Liegenschaftsausschuss des Kirchenvorstands.

Ideen zu sammeln war Ziel des Abends; Schu-Schätter moderierte das Sammeln in drei Schritten: erst das „freie Träumen“, dann die „scharfe Kritik“, schließlich Punkte für „Macherinnen und Macher“. Es gab vielversprechende Ansätze im Kleinen wie im Großen, das wird bereits bei der Ideensammlung deutlich: Wenn zum Beispiel für eine Ferienfreizeit Nahrungsmittel eingekauft werden, könne Kindern in der Katechese der bewusste Umgang mit Ressourcen beim Einkaufen nahegelegt werden. Potenzial gebe es auch bei der Nutzung von Liegenschaften, waren sich die Teilnehmer einig. Klimafreundliche Investitionen kämen in der Kirche „häufig zu kurz“, sagt Kuhrs bedauernd.

Weitere Ideen: Warum nicht jedes Jahr ein Gebäude der Gemeinde mit einer Solaranlage versehen und energetische Sanierung betreiben? Oder die Temperaturen im Winter um zwei Grad Celsius absenken? Überschüssigen Strom für E-Autos bereitstellen? Möglichkeiten schaffen, Elektrogeräte zu reparieren statt wegzuwerfen?

Die Beweggründe und Ansichten der Teilnehmer sind vielfältig: Viele wollen die Schöpfung für Kinder und Enkel bewahren. Die Gemeinde könne ein „Leuchtturm“ sein und andere motivieren. Klimaschutz solle ein „Lust-Mach-Thema“ werden. Viele trugen sich ein in die Liste einer noch zu gründenden Projektgruppe Klimaschutz.

Einiges hat die Gemeinde bereits unternommen, sagte Schu-Schätter: Besser gedämmte Fenster wurden zum Beispiel eingebaut, das Stadtteilauto werde genutzt, und bei Veranstaltung wie dem Nikolaus-Markt soll Plastik vermeiden werden. „Insgesamt ist da noch viel mehr Potenzial.“

Beim Bistum existiert seit kurzem eine Fachstelle Klimaschutz. Pfarrer Schulz beschloss den Abend mit dem „Gebet für unsere Erde“ aus der Enzyklika „Laudato si“ und dem Appell der deutschen Bischöfe: „Das sind mehr als deutliche Worte, dass ist eine Einladung“, so Schulz.

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