Kultur vor Ort
So machte es rundum Freude

Münster-Wolbeck -

Die Familie Rave präsentierte am Samstag „das etwas andere Weihnachtskonzert“. Das Publikum in der Christuskirche zeigte sich sehr angetan.

Sonntag, 01.12.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 17:24 Uhr
Familie Rave präsentierte in der Wolbecker Christuskirche am Samstag „das etwas andere Weihnachtskonzert“ übertitelt mit „Alle Jahre wieder“.
Familie Rave präsentierte in der Wolbecker Christuskirche am Samstag „das etwas andere Weihnachtskonzert“ übertitelt mit „Alle Jahre wieder“. Foto: con

Voll war die Christuskirche, 190 Stühle besetzt und schon 14 Tage vor dem Konzert ausverkauft. „Sonst gab es immer noch Karten an der Abendkasse“, staunte eine Mitarbeiterin des Vereins Kultur vor Ort. Die Familie Rave präsentierte am Samstag „das etwas andere Weihnachtskonzert“ übertitelt mit „Alle Jahre wieder...“.

Sie brachten viele Instrumente mit, schmückten die Bühne mit rotem Samtstoff, Lichterkette, Glitzergirlande und dicken roten Kugeln. Außer dem Flügel gab es eine Glasharfe, Xylophon, Blasharmonika, Ukulele, Säge, Glockenspiel, E-Piano und zwei Spielzeugklaviere – dazu die wunderbaren Gesangsstimmen.

So vielfältig wie die Instrumentierung waren auch die Lieder, aus verschiedenen Ländern, auf Deutsch, Russisch, Französisch, Englisch. Sie sangen Lieder mit viel Swing und jazzig, dann wieder traditionell, mal frech, mal komisch, aber immer wieder tiefsinnig.

„Wunderschön. Es geht mir sehr nach innen, berührt mich sehr, passt so richtig schön“, kommentierte eine Wolbeckerin aus der zweiten Reihe, die auch in der Pause ganz ergriffen sitzen blieb. Die Texte waren von Kästner und Tucholsky, Hermann van Veen und Georg Kreisler.

Stephanie Rave hatte einen Text über das Nichtschenken verfasst, den sie mit ihrem Mann Clemens als „friedliches Duett“ rezitierte. Später las sie das Grimmsche Sterntaler-Märchen mit Daumenklavier und Glockenklang. Tochter Elena war gleich zu Beginn vom Band als Sechsjährige zu hören und überzeugte auf der Bühne mit ihrer souligen, gefühlvollen Stimme als Erwachsene, ob solo, a capella oder im Duett.

Nach der Pause unterstützte Sohn Florian den Gesang. Es machte rundum Freude der musikalischen Familie zuzuhören, und es lohnte sich, auf die Texte zu achten. Das Programm war so aufgebaut, dass es viele Aha-Momente barg, Lustiges, Nachdenkliches, Bekanntes auf Ravesche Art, eben Überraschungen, passend zur Weihnachtszeit. Neben kritischen Tönen kamen auch die Gänsehautmomente an dem Nachmittag nicht zu kurz.

Wer das Konzert in Wolbeck verpasst hat, kann die Familie am 15. Dezember im Franz Hitze Haus erleben.

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