Kinderumzug mit Puppenspiel und viel Musik
Ein Ständchen für den Nikolaus

Münster-Wolbeck -

Regen Zuspruch bei Jung und Alt findet am vergangenen Donnerstagabend der Nikolausumzug in Wolbeck.

Freitag, 06.12.2019, 19:32 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 16:50 Uhr
Der Nikolausumzug wurde in diesem Jahr etwas anders gestaltet. Treffpunkt war die Wiese hinter dem Pfarrheim St. Nikolaus. Dort wurde gesungen und ein Puppenspiel aufgeführt.
Der Nikolausumzug wurde in diesem Jahr etwas anders gestaltet. Treffpunkt war die Wiese hinter dem Pfarrheim St. Nikolaus. Dort wurde gesungen und ein Puppenspiel aufgeführt. Foto: anh

In der Dämmerung strömen Eltern und Kinder zu Fuß oder im Kinderwagen auf den Rasen hinter dem Pfarrheim St. Nikolaus. Strahler beleuchten den Balkon, den ein rotes Tuch schmückt – in der Farbe eines Bischofs. Da kommt auch schon die Kinderbischöfin Liliana.

„Heute denken wir an einen Menschen, den wir nicht vergessen können – sagt mir noch mal, wie der heißt“, bittet Pastoralreferent Thomas Husmann . „Nikolaus!“, schallt es ihm sicher hundert Kehlen entgegen. Husmann sagt: „Wir denken an ihn, weil er ein weites Herz für die Menschen hatte. Weil er mit dem Menschen gelebt hat. Sie verstanden hat, mit ihren Sorgen, mit ihren Freuden. Immer war er für die Menschen da.“ Wie Bischof Nikolaus half, erzählt eine Geschichte, die einige Kinder mit Stab-Puppen begleiten.

Nach einer alten Tradition hatte der Kindergarten St. Nikolaus wieder einen Kinderbischof aus ihren Reihen gewählt. Liliana heißt sie in diesem Jahr und sie hat ihre Hilfs-Bischöfe mitgebracht: Frieda, Anna, Eva und Juliana.

Die Ansage lautet: „Dann stell ich den Teller auf, Nikolaus legt gewiss was drauf“. Aber bevor der Nikolaus aktiv wird, machen erst einmal die Kinder und Eltern etwas für den Nikolaus. Sie geben ihm ein Ständchen.

Dann begeben sie sich auf den Weg zum Achatius-Haus auf die andere Seite der Angel. Die Kinderbischöfin zieht voran ins Dunkel, über die Brücke. Die Musiker bleiben noch – ihr Gesang wird gleich wieder zu hören sein, während der Umzug über den Angel-Seitenweg zieht und sich dem Achatius-Haus nähert.

Vor dem Verteilen der „Wolbecker Vögelchen“ gibt es noch etwas Besonderes für die Bewohner des Achatius-Hauses: die Kinderbischöfin geht zu ihnen, gemeinsam mit ihren Begleiterinnen, winkend drehen sie eine Runde durch das Foyer und eine geht durch den ebenso vollen Saal des Altenheims. Auch dort gibt es Musik, vom Akkordeon.

Dann geht es wieder nach draußen, wo schon die beiden Gitarristen, mitsamt Lautsprechern vom Pfarrheim herbeigeeilt, sich auf den nächsten großen Akt vorbereiten: Es geht an das Verteilen der Wolbecker „Vögelchen“. Ohne das Gebäck aus Hefeteig wäre es kein richtiges Nikolausfest!

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