Scheitern hatte sich im Vorfeld schon abgezeichnet
Gymnasium wird vierzügig

Münster-Wolbeck -

Die Frage der zukünftigen Zügigkeit des Wolbecker Gymnasiums ist vorerst vom Tisch: Mehrheitlich lehnte der Rat der Stadt Münster am Mittwochabend einen Änderungsantrag der SPD-Fraktion ab, die in der Verwaltungsvorlage vorgesehene Vierzügigkeit der Schule in eine Fünfzügigkeit abzuändern.

Freitag, 13.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 16:58 Uhr
Die Diskussionen um die notwendigen Maßnahmen zum Abbau der akuten Raumnot am Wolbecker Gymnasium werden auch jetzt nach der Entscheidung für eine Vierzügigkeit weitergehen
Die Diskussionen um die notwendigen Maßnahmen zum Abbau der akuten Raumnot am Wolbecker Gymnasium werden auch jetzt nach der Entscheidung für eine Vierzügigkeit weitergehen Foto: na

Die Frage der zukünftigen Zügigkeit des Wolbecker Gymnasiums ist vorerst vom Tisch: Mehrheitlich lehnte der Rat der Stadt Münster am Mittwochabend einen Änderungsantrag der SPD-Fraktion ab, die in der Verwaltungsvorlage vorgesehene Vierzügigkeit der Schule in eine Fünfzügigkeit abzuändern und die Bildung von fünf Eingangsklassen festzuschreiben.

Damit ist der Versuch der SPD gescheitert, durch ihren Antrag, den schon lange in den Planungen der Stadt festgeschriebenen baulichen Erweiterungsmaßnahmen einen neuen Schub zu geben. „Es passiert einfach so gut wie nichts. Es gibt immer nur Verweise auf bestehende Unwägbarkeiten bei den Planungen“, erklärte SPD-Ratsherr Markus Herwig .

Wie zum Beispiel die steigende Bevölkerungszahl in Gremmendorf durch die Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Yorkkaserne ins Kalkül gezogen werde und deshalb der spätere Bau einer neuen Schule nicht ausgeschlossen. In dieser Hinsicht hatte der SPD-Antrag entsprechend vorgebaut: Die Erweiterung der Eingangsklassen beim Gymnasium Wolbeck auf 5 erfolge befristet bis zur Schaffung eines neuen Gymnasiums in Gremmendorf. Zwischenzeitlich hatte der Rat im Juli beschlossen, Container zu errichten, um die Raumnot aktuell lindern zu können. Und auch da gebe es bislang kaum Fortschritte, sei noch nicht einmal die Standortfrage geklärt, kritisiert Herwig.

Auslöser für die entbrannte Diskussion über die Zügigkeit der Schule war die Vorgabe der Bezirksregierung, künftig keine „halben Züge“ mehr zu akzeptieren. Da das Gymnasium bislang 4,5-zügig war, hieß es nun für die Bezirksvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung, über die künftige Zügigkeit zu entscheiden.

Entschieden wurde sich nach langen Diskussionen durch einen „Patt-Entscheid“ für die Vierzügigkeit (wir berichteten).

„Man musste bei dieser Entscheidung einfach bedenken, dass eine Fünfzügigkeit keine Aussicht auf Erfolg bei der Bezirksregierung gehabt hätte“, begründet CDU-Ratsherr Horst Karl Beitelhoff die Entscheidung seiner Fraktion, sich für eine Vierzügigkeit zu entscheiden. Eine ganz andere Frage sei es, dass sich alle darüber einig seien, dass die momentan herrschende Situation schon lange nicht mehr tragbar und den Eltern nicht mehr vermittelbar sei, so Beitelhoff.

Für Herwig war es eine „kaum schmerzhafte Angelegenheit“, die sich da bei der Abstimmung der Ratsmitglieder vollzog. „Es hatte sich im Vorfeld schon abgezeichnet, dass der Antrag keine Chance haben würde“, erklärte Herwig.

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