Veranstaltung lockte zahlreiche ausgelassene Frauen in das Festzelt der ZiBoMo
Zickensitzung mit Herz-Dame und Mickey Mouse

Münster-Wolbeck -

Ein Riesenprogramm wartete auf die weiblichen Gäste bei der Zickensitzung im Festzelt der ZiBoMo

Montag, 03.02.2020, 13:07 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 13:12 Uhr
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Mit Foto: Andreas Hasenkamp

Bei der Zickensitzung Komplimente zu machen, dass fiel dem dem Mann des Abends leicht, Klaus III. Kramer: Natürlich muss ein Hippenmajor solch eine Zickensitzung dann auch zügig wieder verlassen – aber er bekam noch Zeit, seine Tanzkünste auf offener Bühne zu beweisen, zusammen mit seiner Frau. Da kam sein Hippenmajors-Umhang ebenso in Schwung wie ihr Kleid. Dann trollte sich der Hippenmajor mitsamt seinem männlichen Anhang sowie dem teils männlichen Spielmannszug.

Bühne frei für eine musikalische Rock-Parodie mit Susan Kent . Dass diese des Öfteren vom abwesenden Geschlecht sang – „ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“, „Ich will `nen Cowboy als Mann“ – das störte nicht. Im Parforce-Ritt durch Jahrzehnte an Rock und Pop, mitsamt der Kleidungsmoden, verriet Kent auch, wie man wie im Flug Pfunde purzeln lassen kann. Durch Mitsingen natürlich auch.

Nun kam erste Bewegung auf die großzügig dimensionierte freie Fläche, die Tanzfläche wurde und blieb. Große Tanzkunst vorgemacht hatten da schon die „Little Sunshines“ mit ihrer fantasie- und schwungvoll vorgetragenen Geschichte um Peter Pan.

Auch Männer traten mehrfach auf. Und weil Frau sich langsam steigern möchte, ging es los mit „XX“ statt „XXL“: Die ziemlich muskulös-sportliche Showgruppe „SixxPaxx“ sprang und wirbelte, mit „XX“ auf der Wäsche, es gab Tanz, Akrobatik und Erotik.

Die XXL-Elfen hatten, ganz im Sinne der zunehmenden Steigerung, alles in XXL zu bieten, auch einen gewaltigen Bizeps, sogar in knallgrün. Aber der Vergleich ist müßig: Hier ging es um die Story der Superhelden à la Batman, Supermann und Supergirl, erzählt in einer Show mit Kostümen, cleveren Lichteffekten, selbst gemachtem Gesang, ausgefeilter, ideenreicher Choreographe: Und weil die Frauen das und nicht weniger von ihren XX-Elfen erwarteten, war der Weg zur Bühne schon gleich nach dem Durchmarsch des Männerballetts prall gefüllt und hermetisch abgeriegelt, ganz wie bei den „SixxPaxx“. Letztere stellten sich der Muskel-Echtheitsprüfung vor der Bühne. Einigen Damen steht wohl ein Muskelkater bevor, vom Filmen. Alex Engel kam der Tanzlust der Damen entgegen, eine schier endlose Polonaise bahnte sich ihren Weg durch die engen Reihen.

Die Tanzpausen boten auch Gelegenheit, sich zu ergötzen an all den Kostümierungen links und rechts: Zahnfee, Seifenblasen sprudelnde Gummienten, Gruseliges, Crash-Dummies, Illuminierte, Gelber-Sack-Chick, Hexen mit einem nicht zu kleinen Kessel an Fressalien, eine Piratin mit Papagei auf dem Hut, Herz-Damen, Micky-Mäuse und Ziegenböcke nebst einem ganzen Haufen Diven.

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