Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“
Wunsch: Jeder Verein soll vertreten sein

Münster-Wolbeck -

50 Prozent der Wolbecker, sagt Natalie Stefanski, würden den Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ gar nicht kennen. „Viel mehr, vielleicht sogar 80 Prozent“, sagt eine Teilnehmerin. Das soll sich ändern. Für wen setzten sich die Mitglieder ein?

Freitag, 07.02.2020, 07:25 Uhr
Der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ ist ein offenes Gremium, jeder kann zu den Sitzungen kommen. Die nächste beginnt am 14. Mai um 10 Uhr im Awo-Haus, Neustraße 2.
Der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ ist ein offenes Gremium, jeder kann zu den Sitzungen kommen. Die nächste beginnt am 14. Mai um 10 Uhr im Awo-Haus, Neustraße 2. Foto: Bettina Laerbusch

Dieser Arbeitskreis ist ein lebendiger Organismus – mit Mitgliedern, die starke Persönlichkeiten sind. Es gibt einen Kern, der immer vorhanden ist, sprich zu den Sitzungen kommt, ansonsten wechseln die Teilnehmer. Lange Vorrede, kurzer Sinn: Der Arbeitskreis „Älter werden in Wolbeck“ ist eine offene Gruppe, jeder kann jederzeit hinzukommen. Mehr noch: Dem Kern, dazu gehört zum Beispiel Barbara Hoebink-Johann, ist es enorm wichtig, dass der Arbeitskreis größer und damit letztendlich auch schlagkräftiger wird.

Um es gleich vorwegzunehmen: Älter werden in Wolbeck nicht nur alle über 70 oder 80, auch 40- und 50-Jährige, die im Stadtteil zu Hause sind, tun es – und auch für sie möchte der Arbeitskreis Ansprechpartner sein sowie mit ihnen und für sie das Leben in Wolbeck gestalten. Das machte am Donnerstag unter anderen Natalie Stefanski deutlich. Sie ist neu in Wolbeck und leitete als Verantwortliche für die Allgemeine Sozialberatung der Caritas in Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck die Sitzung des Arbeitskreises zum zweiten Mal.

Alle drei Monate tagt die Gruppe. Zwölf Männer und Frauen waren es am Donnerstag bei der ersten Sitzung des Jahres 2020, die sich Gedanken über Aktivitäten, Kommunikation und das Selbstverständnis des Kreises machten.

Stichwort Aktivitäten: Das große Thema „Einsamkeit“ wird am 5. März (Donnerstag) – Beginn 17 Uhr im Achatius-Haus – im Mittelpunkt stehen. Eingeladen, diesen Komplex zu beleuchten, hat der Arbeitskreis die Oberärztin Stefanie Oberfeld. Sie gehört zur Leitung des Clemens-​Wallrath-Hauses, einer Einrichtung unter dem Dach der Alexianer. In diesem Haus gibt es sowohl gerontopsychiatrische Fachberatung, teilstationäre Angebote in der Tagesklinik, Tagespflege, ambulante Betreuung, ehrenamtliche Dienste und Schulungskurse. Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und ehrenamtlich tätige Menschen bekommen Hilfe und Angebote. Jeder, so Natalie Stefanski gegenüber unserer Zeitung, der sich angesprochen fühle, sei am 5. März willkommen.

Thematisiert wurde in der Sitzung außerdem das „Sonntagsfrühstück“, das der Arbeitskreis erst seit diesem Jahr anbietet. Es findet immer am ersten Sonntag eines Monats von 9 bis 12 Uhr statt, die Teilnahme ist kostenlos. Auch hier stellt die Awo ihre Räumlichkeiten an der Neustraße, wie jetzt zur Sitzung, zur Verfügung. Dieses Frühstück sei gut angekommen, freuten sich die Sitzungsteilnehmer. Auch Gäste aus anderen Teilen Münster seien dabei gewesen. Der nächste Termin ist der 1. März.

Einen Erste-Hilfe-Kursus mit den Schwerpunkten Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzstillstand wird es geben, darüber hinaus einen Sicherheitstag zum Verhalten im Straßenverkehr Ende April oder Anfang Mai sowie noch einmal im Herbst. Eine Fahrt ins Theater Münster – ein Bus wird geordert – soll angeboten werden. Die Freiwilligen-Agentur wird gebeten, sich vorzustellen, überdies die Taschengeldbörse.

Kurz, aber sehr engagiert, diskutierte der Arbeitskreis, inwieweit er sich politisch einsetzen soll. Konkreter Anlass war die aus Sicht der Mitglieder schlechte Beleuchtungssituation am Angelsachsenwegweg. Hier hat der Arbeitskreis bereits einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben. Der habe ausrichten lassen, dass sich die Stadt darum kümmern werde. Sich für die Belange der Menschen, die sich an der Arbeitskreis wenden oder ihm angehören, einzusetzen, sei richtig, so Natalie Stefanski. Es müsse nur aufgepasst werden, dass der Kreis Dinge, für die er nicht zuständig sei, nicht endlos diskutiere. „Darauf haben wir uns in der letzten Sitzung verständigt.“

Erörtert wurde auch die Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2015 gibt es den Kreis jetzt. 50, vielleicht sogar 80 Prozent der Wolbecker würden ihn gar nicht kennen, hieß es. Das soll sich ändern. Ein Flyer wird erstellt; die Broschüre „Älter werden in Wolbeck“ überarbeitet.

In Konkurrenz zu Vereinen in Wolbeck sieht sich der Arbeitskreis auf gar keinen Fall. Seine Idealvorstellung ist, dass möglichst jeder Verein einen Vertreter in den Arbeitskreis entsendet.

 

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