Grundschule Nord und Kita machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder
Schülerlotsen dringend gesucht

Münster-Wolbeck -

Die Schule ist toll. Aber sie liegt in einem Neubaugebiet. Zebrastreifen? Fehlanzeige! Ampeln? Gibt es nicht. Hinweisschilder, die Autofahrer zur Vorsicht mahnen? Nicht vorhanden. Eltern und Lehrer sowie Betreuer aus der benachbarten Kita machen sich Sorgen.

Donnerstag, 13.02.2020, 06:14 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 16:56 Uhr
Die Erstklässler der neuen Grundschule Nord, Schulleiterin Christiane Kröger (v.l.), Elternvertreter Jens Terbrack, Kita-Leiterin Christa Schäfer, Miriam Boehm (Elternbeirat Kita) und Kita-Vater sowie Ratsmitglied Jörg Berens hoffen zeitnah auf sicherere Wege.
Die Erstklässler der neuen Grundschule Nord, Schulleiterin Christiane Kröger (v.l.), Elternvertreter Jens Terbrack, Kita-Leiterin Christa Schäfer, Miriam Boehm (Elternbeirat Kita) und Kita-Vater sowie Ratsmitglied Jörg Berens hoffen zeitnah auf sicherere Wege. Foto: Bettina Laerbusch

Die Eltern, die gerade in einem Raum neben dem Lehrerzimmer sitzen, finden die neue Grundschule Nord toll. Auch Christa Schäfer , die die benachbarte Kita am Waldbach leitet und mit am Tisch sitzt, ist hin und weg. Doch die Freude ist getrübt: Alle sorgen sich um die Sicherheit der Kinder auf deren Weg zur Schule oder Kita.

Die neue Schule, die 58 Erstklässler besuchen, liegt im Neubaugebiet direkt an der durchaus als groß zu bezeichnenden Kreuzung Grenkuhlenweg/Middeler Straße. Diese Kreuzung müssen viele Kinder zwischen 7.30 und 8 Uhr – dann also, wenn auch alle Berufstätigen (im Auto) zur Arbeit fahren – passieren. Mittags beziehungsweise nachmittags natürlich auch. Gehwege gibt es in diesem Bereich nur zum Teil. Zebrastreifen oder Schilder, die Autofahrer zur Achtung mahnen, fehlen. Einige Autofahrer, berichtet Miriam Boehm, die im Elternbeirat der Kita aktiv ist, seien sehr wohl vorsichtig und würden sogar anhalten, wenn Kinder kämen. Das sei aber gerade falsch, sind sich alle einig. Ein Hintermann habe sie neulich versucht zu überholt, als sie ein Kind habe vorbeilassen wollen, erzählt Christa Schäfer. Außerdem würden die Kinder dann davon ausgehen, dass auch andere Autos hielten. „Es gibt ja hier keine größeren Schüler, an denen sie sich orientieren könnten“, sagt Jens Terbrack für die Schulpflegschaft der Grundschule Nord. Miriam Boehm: „An einer Stelle versperren ein hoher Zaun und eine hohe Hecke den Kindern die Sicht.“

Seit Beginn dieses Schuljahres ist es der Elternschaft der Grundschule Nord und des Kollegiums mit Christiane Kröger an der Spitze in Kooperation mit der Kita am Waldbach ein großes Anliegen, den Schul- und Kitaweg sicherer zu machen. Drei Bereiche liegen den Akteuren vor allem am Herzen: die erwähnte Kreuzung Grenkuhlenweg/Middeler Straße (aus der irgendwann ein Kreisverkehr werden soll), der Grenkuhlenweg ortsauswärts sowie die Kreuzung Münsterstraße/Eschstraße/Am Borggarten, die auch viele Kinder passieren müssen.

Für die Entschärfung der Kreuzung direkt an der Schule wünschen sich Eltern und Lehrer als schnelle Lösung sehnlichst Schülerlotsen jeglichen Alters und zunächst für morgens. Terbrack: „Die Schule hat erst 58 Schüler – wir Eltern allein schaffen das nicht.“ Wer helfen kann, erreicht Terbrack unter0177/5 92 32 58 oder schulpflegschaft-wn@gmx.de. Darüber hinaus hoffen die Eltern, dass die Stadt unbürokratisch – vielleicht erst provisorisch – zwei Zebrastreifen vor der Schule installiert.

Gespräche mit Stadt, Politikern und Polizei habe es gegeben. Alle seien sich einig, dass die Wege sicherer werden müssten. Doch da es sich um ein Neubaugebiet handelt, dauerten die Prozesse, so Terbrack und Kita-Vater Jörg Berens. Was alle zudem besorgt, ist die grüne Fläche gegenüber der Schule, die noch bebaut wird. Was passiert, wenn auch noch Baufahrzeuge die Wege der Kinder kreuzen?

Für den Grenkuhlenweg stadtauswärts wünschen sich die Eltern Tempo 30 und Bremsschwellen. Einen Kreisverkehr soll es auch im Bereich Eschstraße/Am Borggarten geben. Terbrack: „Aber der Ausbau ist zeitlich nicht abzusehen.“ Die Eltern haben hier eine Unterschriftenaktion initiiert, um die Dringlichkeit von Maßnahmen zu untermauern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7256308?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Westfalen auf Teneriffa in Quarantäne
Corona-Verdacht: Urlauber sitzen fest: Westfalen auf Teneriffa in Quarantäne
Nachrichten-Ticker