Beeindruckende Lichteffekte beim Hippenball
ZiBoMo trumpft bei der Technik auf

Münster-Wolbeck -

Die KG ZiBoMo feierte im Festzelt an der Hofstraße ihren 66. Geburtstag – Höhepunkte waren einige Licht- und Soundeffekte. Das Heimatgefühl kam dabei aber keinesfalls zu kurz.

Sonntag, 16.02.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 16:41 Uhr
Die Tänzerinnen Lara Thies und Nicole Kuhlenkötter (großes Foto) wurde ein großartiger Abschied bereitet. Ein Ziegentrikot gab es für den Prinz Karneval an der Seite des Hippenmajors Klaus III. Kramer (kl. Bild oben). „Superhelden gegen Fieslinge“ – so lautet das neueste Musical der XXL-fen (kl. Foto unten).
Die Tänzerinnen Lara Thies und Nicole Kuhlenkötter (großes Foto) wurde ein großartiger Abschied bereitet. Ein Ziegentrikot gab es für den Prinz Karneval an der Seite des Hippenmajors Klaus III. Kramer (kl. Bild oben). „Superhelden gegen Fieslinge“ – so lautet das neueste Musical der XXL-fen (kl. Foto unten). Foto: anh

Zum 66. bot die KG ZiBoMo im Festzelt einen besonderen Hippenball. Zu einem Stück Geburtstags- und Heimat-Feeling trug auch die Gruppe „Chapeau Bas!“ bei. Sie ließen zunächst Feuer wirbeln, dann LED-Stäbe – und die zeigten plötzlich heimische Bilder wie den blau-gelben Ziegenbock und heimische Zahlen – wie die „66“, das Alter der ZiBoMo – und heimische Namen, nämlich zum Beispiel die der Hippenmajors-Adjutanten.

Heimelig war auch das Geburtstags-Ständchen für Beate Fischer , die auf der Bühne einen Blumenstrauß empfing. Die ehemalige Hippenmajorin hatte am Mittag noch tatkräftig angepackt beim Kita-Karneval.

Starke Anziehungskraft bewies die ZiBoMo erneut für die AKG aus Amelsbüren, die in großer Besetzung nicht zum ersten Mal in dieser Session angereist war. In das erste Wolbeck-Lied des Abends, jenes des Hippenmajors, stimmte die Lady Carneval aus voller Brust ein. „Wo wir sind, ist Wolbeck.“

4134743-Hippenball im Ziegenstall - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Respekt zollten die Zuschauer den Leistungen der vielen Tänzerinnen. Man stand Spalier und applaudierte, forderte Zugaben. Als eine Tänzerin einen Schuh verlor, sprang der Moderator Thomas Deipenbrock flugs in das Märchen vom „Aschenbrödel“, bat die einseitig Beschuhte nach vorne zur Treppe, kniete hin und zog ihr den Schuh an. Er passte. Auf der Bühne „in unserem Wohnzimmer“, wie Moderator Torsten Laumann sagte, geht sowas. Zum Wohnzimmer ist das Zelt auch dem Jugendhippenmajor bereits geworden, der locker und souverän auftrat. Ebenso der Hippenmajor, wenn er freundschaftliche Späßchen treibt mit dem Stadtprinzen, mit Ziegen-Duft und rivalisierenden Fußball-Vereinen.

Verabschiedet aus verdienstvoller Tätigkeit für die Tanzgruppen wurden Nicole Kuhlenkötter und Lara Thies. Kuhlenkötter brachte es auf 25 Jahre, davon als Trainerin drei Jahre bei den Little Sunshines, sieben bei den Teens und vier bei Blau-Gelb. Thies war 15 Jahre aktiv, davon die letzten vier als Trainerin der Teens. Vor wenigen Jahren noch tanzend mit dabei waren zwei Töchter von Klaus III. – sie hatten eigens einen Tanz einstudiert.

Auffallend war die Leistung von Technik und DJ: Der „Himmel” im Zelt schien immer eine passende Farbe anzunehmen, blitzschnell der passende Sound. Die Leistung des Teams von „Light Concept“ würdigte auch die Entourage des Stadtjugend-Prinzen.

Die Stimmung, sie war, wie der Stadtjugendprinz kreativ formulierte, „erregungsvoll“. Sein Auftritt mit der Stadtjugendprinzessin bewies nicht als einziger an diesem Abend: Die Zeiten steifer Standardsprüche auf Münsters Karnevalsbühnen sind vorbei. Eine selbst gemachte Heimat-Ode auf Wolbeck, den „Diamanten“ gab es aus vier Wolbecker Kehlen – der erhoffte Effekt, das alle Gäste sich unterhaken und mitsingen, trat schnell ein.

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