Bürgerforum schlägt als Kompromiss den Ausbau als Gemeindestraße vor
Tempo 30 für die gesamte Eschstraße?

Münster-Wolbeck -

„Wir wollen einen neuen Vorstoß machen, um die Akzeptanz für den geplanten Ausbau der Eschstraße zu erhöhen.“ FDP-Bezirksvertreter Willi Schriek und Hein Hoebink vom Bürgerforum Wolbeck schlagen vor, auf der gesamten ausgebauten Eschstraße eine Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer festzulegen.

Freitag, 21.02.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 17:44 Uhr
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird über den Ausbau der Eschstraße gestritten. der FDP-Bezirksvertreter Willi Schriek und Hein Hoebink vom Bürgerforum Wolbeck schlagen einen Kompromiss vor.
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird über den Ausbau der Eschstraße gestritten. der FDP-Bezirksvertreter Willi Schriek und Hein Hoebink vom Bürgerforum Wolbeck schlagen einen Kompromiss vor. Foto: Oliver Werner

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der geplante Zubringer zur Wolbecker Ortsumgehung nicht als Kreisstraße klassifiziert wird.

„Tempo 30 gilt bereits im Ortskern Wolbecks für weite Teile der Münsterstraße, der Straße Am Steintor und der Hofstraße. Also gerade für diejenigen Straßenabschnitte, auf denen im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger in Wolbeck sowie im Interesse einer gedeihlichen Ortsentwicklung der nach wie vor erhebliche Verkehr nachhaltig reduziert werden soll“, heißt es in der Initiative von Schrieck und Hoebinck.

Der nach aktueller Einschätzung der Stadt Münster vergleichsweise geringe Lastwagen-Verkehr (vier Prozent des Gesamtverkehrs) soll nach ihrem Vorschlag zudem auf reinen Anlieger-Verkehr beschränkt werden.

Wäre das überhaupt umsetzbar? Nicht mit einer Kreisstraße. Allerdings könne auch eine Gemeindestraße, so Hoebink und Schriek , laut §3 des nordrhein-westfälischen Straßen- und Wegegesetzes die der ausgebauten Eschstraße zugedachte Funktion als Hauptverkehrsstraße und Zubringer zur Umgehungsstraße Wolbeck erfüllen.

Schriek und Hoebink schlagen außerdem vor, den überörtlichen Verkehr, vor allem den LKW-Verkehr, der nicht Anlieger-Verkehr ist, über die Umgehungsstraße zum Kreisverkehr der Münsterstraße/ Alter Postweg zu lenken. Von dort führen Straßen nach Handorf, Telgte, Everswinkel und Alverskirchen oder in Münsters Innenstadt. „Lastwagen würden zu den Märkten und Betrieben im Norden Wolbecks über den nördlichen Teil der Münsterstraße fahren, der von gewerblich genutzter Bebauung geprägt ist.“

In einem Schreiben an die Stadtverwaltung haben beide die Stadt nun aufgefordert, zu diesem Vorschlag der Klassifizierung als Gemeindestraße Stellung zu beziehen. Sie kündigen an, bei der Erstellung des neuen Bebauungsplans Eschstraße auf diese Klassifizierung über eine Anregung des Bürgerforums nach §24 der Gemeindeordnung NRW sowie über einen Antrag in der Bezirksvertretung Münster-Südost hinzuwirken.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7280525?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Nachrichten-Ticker