Kirchenmusiker Thorsten Schwarte feiert einen runden Geburtstag in der Gemeinde St. Nikolaus Münster
Er kam vor 20 Jahren – und er blieb

Münster-Wolbeck -

Thorsten Schwarte ist seit 20 Jahren in der Kirchengemeinde St. Nikolaus Münster tätig

Montag, 24.02.2020, 17:17 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 18:08 Uhr
Ein Ausschnitt aus 20 Jahren Tätigkeit: Der Organist Thorsten Schwarte 2017 beim Konzert „Mit allen Sinnen“ , nach dem Jubiläums-Konzert 2020, 2010 der Musiker mit dem „Jubacho“ und 2018 mit Kirchenchor und Ton-Art sowie Solisten.
Ein Ausschnitt aus 20 Jahren Tätigkeit: Der Organist Thorsten Schwarte 2017 beim Konzert „Mit allen Sinnen“ , nach dem Jubiläums-Konzert 2020, 2010 der Musiker mit dem „Jubacho“ und 2018 mit Kirchenchor und Ton-Art sowie Solisten. Foto: anh

Einen beeindruckenden Jahrestag kann Thorsten Schwarte begehen: Seit 20 Jahren wirkt er in St. Nikolaus – als Kantor, Küster und Organist. Sein Jubiläums-Konzert fand am Wochenende statt (Bericht unten).

Seit seinem 18. Lebensjahr war Thorsten Schwarte bereits nebenberuflich Kirchenmusiker, arbeitete aber vor allem als Sozialarbeiter. Dann machte ihn 1999 ein Freund auf die Stellenanzeige in Wolbeck aufmerksam. Erste Gespräche habe er mit Klaus Evers , dann mit dem Kirchenvorstand und damaligen Pfarrer in spe, Dr. Siegfried Kleymann, geführt, blickt Schwarte zurück. Für ihn spielte er zu dessen Amtseinführung, da war Schwarte noch nicht offiziell im Amt. Ein Jahr lang hätte der Kirchenmusiker in seine vorherige Stelle als Sozialpädagoge in der Jugendhilfe zurückkehren können. Aber er blieb in Wolbeck, und er blieb Kirchenmusiker.

Allerdings musste er noch einen Lehrgang zum Küster absolvieren: Sicherheitsfragen, Messgewänder auslegen und mehr – „Mädchen für alles?“ „Ja“, sagt Schwarte.

Mit Schwarte angefangen hat auch die Leiterin des Kirchenchores, Katharina Gerdes. Alle drei Jahre stemmt man ein Konzert, gern mit externen Solisten, zusätzlich zum liturgischen Dienst des Chores. Montags übt Schwarte mit den Sängern – ziemlich konstant gehören 36 Stimmen zum Chor.

Zwei Reinigungen hat die Orgel in seiner Amtszeit genossen – alle zehn bis 15 Jahre seien sie fällig. Sieben Register wurden ersetzt, hinzu kann etwa „Clairon en chamande“. Dass die ab 2004 geplante Renovierung zügig in Gang kam, sei dem Unterstützer-Kreis zu danken, sagt Schwarte. Das Geld sei „relativ zügig zusammengekommen“. Nämlich bis Mai 2004, im Herbst ging es los – zu Weihnachten musste die Orgel reduziert spielen.

Nach der Renovierung bot der Organist Orgelfreunden Einblick in Funktionsweise und Aufbau der „Königin der Instrumente“. Das Angebot gibt es immer noch, auch Kitas haben es genutzt. Und mit dem Theaterpädagogen Friedhelm Bruhns zusammen fand im Dezember 2019 ein Orgelkonzert für Kinder statt.

Viele auswärtige Künstler hat Schwarte nach Wolbeck geholt – und große Ensembles, wie 2014 die Mädchenkantorei am Paderborner Dom zum Chor- und Orgelkonzert „Laudate“. Ein Werk im Konzert von Professor Bernd Scherers aus Flensburg rückte die Wandelkrippe in den Fokus.

Acht Konzerte finden jährlich statt. Domorganist Thomas Schmitz war 2011 schon zum dritten Mal in Wolbeck.

Nicht alles spielte sich in der Kirche St. Nikolaus ab und nicht alles an der Orgel. Im Drostenhof trat das Vokalensemble Ton-Art mit Schwarte 2003 und 2007 auf, hier erklang ein Ranftl-Cembalo. Organisator war der Förderkreis Drostenhof. Als Begleiter zu einer Lesung des Buches „Der kleine Prinz“ spielte Schwarte 2019 die Orgel in St. Bernhard.

Der Organist sitzt nicht immer an der Orgel: „Macht hoch die Tür“ lautete 2011 das Leitmotiv des Orgelkonzerts im Advent in St. Nikolaus, bei dem Jutta Bitsch die Orgel spielte und Thorsten Schwarte den Part des Bariton übernahm. Neben Orgel und Gesang, sicher dominant, kamen auch andere Instrumente zur Geltung. Das zeigte 2008 im „Stabat Mater“ der Part des Cello. Violine und Viola waren ebenso dabei.

Und Gesang. Etwa 2007 zum Schluss der Weihnachtszeit, gemeinsam mit Orgel und Trompete sowie einem reizvollen Wechsel von Solo- und Chorgesang. Wieder dabei war Stephan Hinssen. Sandra Klein und Laura Schöne spielten Geige, Renate Bacher und Isabell Bode Querflöte. Die Reihe könnte fortgesetzt werden. . .

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