ÖWK feiert am 8. März einen Festgottesdienst
30 Jahre Eine-Welt-Arbeit in Wolbeck

Münster-Wolbeck -

Alles begann, als vor dreißig Jahren einige engagierte Mitglieder der Familienkreise in St. Nikolaus den Aktionskreis „Eine Welt“ gründeten, aus dem später der ÖWK werden sollte.

Dienstag, 25.02.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 16:46 Uhr
Das Klinikmobil war 1992 eines der ersten Projekte des Aktionskreises „Eine Welt“, aus dem später der ÖWK hervorgehen sollte.
Das Klinikmobil war 1992 eines der ersten Projekte des Aktionskreises „Eine Welt“, aus dem später der ÖWK hervorgehen sollte. Foto: ÖWK

„Um das Bewusstsein, dass wir alle in einer Welt leben, zu stärken, muss man den Mut haben, über den eigenen Tellerrand hinaus- und in die Eine Welt hineinzuschauen“, schreibt der Ökumenische Eine-Welt-Kreis (ÖWK) in einer Pressemitteilung. Dieser Verpflichtung wollten sich vor dreißig Jahren einige engagierte Mitglieder der Familienkreise stellen und gründeten den Aktionskreis „Eine Welt“, aus dem später der ÖWK werden sollte.

Aus dem Aktionskreis wurde zunächst der „Sachausschuss für Wahrung der Schöpfung“ in der Kirchengemeinde St. Nikolaus. Auf der Suche nach einem Partner spielten zwei Faktoren eine wichtige Rolle: In der Gemeinde St. Nikolaus war zu der Zeit ein Priester aus der Diözese Umuahia im Südosten Nigerias, Gabriel Okafor, tätig.

Bereits 1992 konnte mit Hilfe von Spenden ein Klinikmobil auf die weite Reise geschickt werden. Gleichzeitig wurde der schon von den Messdienern initiierte Verkauf von fair gehandelter Ware intensiviert, woraus sich später der Eine-Welt-Laden entwickelte.

„Schon bald wurde aber auch klar, dass das Klinikmobil allein nicht ausreichen würde, den Bedarf zu decken“, blickt der Verein zurück. In Absprache mit Bischof Lucius wurde mit dem Bau von Gesundheitsstationen begonnen. Der Aktionskreis wurde in einen eingetragenen Verein umgewandelt. Der Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck (EWK) war geboren, der auf dieser juristischen Grundlage finanzielle Förderung vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit ( BMZ ) erhalten konnte.

Auf dem Hintergrund einer privaten Freundschaft zwischen der Familie Teutemacher und Father Dr. Sylvester Ihuoma, der lange in der nigerianischen Gemeinde in Münster tätig war, wurde in der Folge in der Diözese Ahiara, ebenfalls im Südosten Nigerias, der Bau einer Junior Secondary School möglich.

2001 brachte Günther Stemmer, damals Vorstandsmitglied, von einer Reise nach Nepal die Möglichkeit einer weiteren Partnerschaft mit. Er hatte sich mit dem Trekkingführer Narajan Adhikara angefreundet, der ihm von der desolaten schulischen Situation in seinem Heimatdorf Bela berichtete. Nachdem sich in Nepal die Partnerorganisation HEFA (Health and Education for All) gegründet hatte, wurde der Bau der Primary School in Bela möglich. Um auch die gesundheitliche Situation in Bela und Umgebung nachhaltig zu verbessern, wurde fast gleichzeitig mit dem Bau von Biogasanlagen begonnen. Mittlerweile konnten über 2000 Anlagen realisiert werden. Auch nach der Erdbebenkatastrophe in Nepal 2015 blieb der Kreis nicht untätig. Mit Unterstützung des BMZ konnten bis jetzt elf Schulen wieder aufgebaut werden, weitere folgen.

Der Verein öffnete sich der Ökumene und änderte seinen Namen von EWK in ÖWK. Ein Anlass dafür war unter anderem das Indienprojekt, das die Eheleute Zurmühl aus der evangelischen Gemeinde einbrachten. Der ÖWK zählt heute über 200 Mitglieder, von denen sich etwa 20 im Aktionskreis engagieren.

Aus gegebenem Anlass feiert der Verein am 8. März (Sonntag) sein 30-jähriges Engagement für die Eine Welt und lädt Mitglieder, Gemeindemitglieder und Interessierte um 11.30 Uhr zum Festgottesdienst in die St.-Nikolaus Kirche und zum anschließenden Gemeindetreff im Pfarrheim ein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7295201?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Nachrichten-Ticker