Gesprächsabend der SPD Wolbeck im Achatius-Haus
Neue Wege in der Altenpflege

Münster-Wolbeck -

Die Gegenwart und Zukunft der Altenpflege war Thema in der SPD-Veranstaltungsreihe „Wolbeck fragt“.

Dienstag, 03.03.2020, 17:12 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 17:32 Uhr
Gesprächspartner waren (v.l.) der Krankenpfleger Peter Jehkul, Moderator Rainer Wagner von der SPD Wolbeck, Kommunikationsexpertin Ulla Beckmann und Heimleiter Bernhard Sandbothe.
Gesprächspartner waren (v.l.) der Krankenpfleger Peter Jehkul, Moderator Rainer Wagner von der SPD Wolbeck, Kommunikationsexpertin Ulla Beckmann und Heimleiter Bernhard Sandbothe. Foto: pd

Im Achatius-Haus stellten sich Ulla Beckmann , Expertin für Kommunikation in der Altenpflege, Bernhard Sandbothe , Leiter des Achatiushauses, und Peter Jehkul, examinierter Krankenpfleger, den Fragen der Besucher.

„Der erste Teil der gut besuchten Gesprächsrunde drehte sich um die allgemeine Situation in den Pflegeeinrichtungen und das Berufsbild der Altenpflege“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Lage in den jeweiligen Einrichtungen sei im Moment trotz vieler gegenteiliger Berichte durchaus zufriedenstellend, war zu hören. Allerdings würden aufgrund der Altersentwicklung in Zukunft über 100 000 Pflegekräfte fehlen. Diese für den Beruf zu gewinnen, sei eine der Hauptaufgaben der Zukunft.

Die finanzielle Vergütung sei im Vergleich zu anderen Berufen durchaus nicht unattraktiv. Und diejenigen Menschen, die sich für diesen Beruf entschieden haben, seien weitgehend mit ihrer Arbeit zufrieden, stellte Ulla Beckmann fest. Die Tätigkeit habe allerdings in unserer Gesellschaft keinen hohen Stellenwert, das Image müsse deutlich verbessert werden.

„Es bedarf einer erheblichen Anstrengung in der Politik, um die auf uns zukommenden Probleme in der Altenpflege zu meistern“, ist sich die SPD Wolbeck sicher. „Nur auf ausländische Fachkräfte zu setzen, würde die Situation nicht entscheidend verbessern.“ Bernhard Sandbothe betonte, dass er in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Pflegekräften aus anderen Ländern gemacht habe. In der Zukunft reiche das allerdings nicht aus. Es müssten neue Wege gegangen werden, zum Beispiel müsse in allen Schulen für das Berufsbild der Altenpflege geworben werden, damit sich junge Leute schon früh für diesen Beruf entscheiden könnten.

Darüber hinaus müssten auch die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte verbessert werden, zum Beispiel eine geregelte Arbeitszeit und ein ausreichendes Zeitmanagement für die Betreuung alter Menschen.

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