Projekt der Bürgerstiftung
Lesepaten vermitteln Freude am Lesen

Münster-Wolbeck -

Lesepaten-Stunde in der Nikolai-Grundschule Wolbeck: Diesmal lesen Felicitas Inkmann und Antonia Renzelmann in einem anderen Raum. Egal, sie setzen sich an einen normalen Tisch, gleich darauf sind sie versunken.

Mittwoch, 04.03.2020, 17:32 Uhr
Lesepaten und Lesestoff: Hildegard Marsmann, Iman Hajbi, Tuana Güdük, Anila Awan, Cordula Flotmann, Nazir Akch, Antonia Renzelmann, Clara Sattler, Felicitas Inkmann.
Lesepaten und Lesestoff: Hildegard Marsmann, Iman Hajbi, Tuana Güdük, Anila Awan, Cordula Flotmann, Nazir Akch, Antonia Renzelmann, Clara Sattler, Felicitas Inkmann. Foto: anh

Die ehemalige Lehrerin und die Schülerin der dritten Klasse sind eines der Paare des Lesepaten-Projekts der Stiftung Bürger für Münster. Lesepaten besuchen einmal in der Woche eine Grundschule und lesen mit Kindern des zweiten oder dritten Schuljahres in Kinderbüchern.

Inkmann und Antonia lesen abwechselnd. Immer wieder gibt es ein Wort, wo die Erfahrung mit der Aussprache gefragt ist oder eine spontane Erläuterung, was es bedeutet: „Anspornen“ zum Beispiel ist nicht so geläufig. Die Leser und Leserinnen brauchen keinen Ansporn, sie fräsen sich durch die Geschichten, die man gemeinsam ausgewählt hat. Die sind ganz lebensnah, und so kommt Antonia in der Geschichte „Der reichste Junge der Welt“ auf ihr eigenes Fahrrad zu sprechen und auf den Opa, der es ihr repariert, auf die leider noch gesperrte Angel-Brücke. Jede Patin hat ihren eigenen Stil, etwa in der Frage, ob man auf eine Hervorhebung eines Wortes wert legt oder sie erst einmal entziffert und versteht, um in die Welt des Buches einzusteigen.

Mehr Lesepaten kann das Projekt gebrauchen, gerade in Hiltrup werden Freiwillige gesucht. Eine besondere Qualifikation benötige man als Lesepate oder Lesepatin nicht, sind sich die Lesepatinnen Cordula Flotmann, Hildegard Marsmann und Inkmann einig. Auch wenn alle drei einmal Lehrerinnen waren. Freude am Lesen findet Marsmann wichtig.  Inkmann ging in Pension und fand das Lese-Projekt schön, „wenn man noch was machen will“. Die meisten Lesepaten bieten eine Stunde an, manche zwei, mit einem oder mit zwei Kindern.

In Münster sind an siebzehn Schulen über 100 ehrenamtliche Lesepaten aktiv.

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