Nikolaischule will einen „laufenden Schulbus“ einrichten
Aktion gegen Stau vor der Schule

Münster-Wolbeck -

Jeden Morgen das gleiche Problem: Es staut sich, weil viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor der Schule absetzen. Mit einer neuen Schulweg-Aktion möchte die Nikolaischule die Verkehrssituation vor Schulbeginn verbessern.

Mittwoch, 04.03.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 15:50 Uhr
Schulleiter Martin Nielebrock sucht für den „laufenden Schulbus“ noch erwachsene „Buslenker“.
Schulleiter Martin Nielebrock sucht für den „laufenden Schulbus“ noch erwachsene „Buslenker“. Foto: mlü

Jeden morgen das gleiche Spiel: Vor der Nikolaischule stauen sich die Autos im Halteverbot, Türen gehen auf, links und rechts springen Kinder aus den Elterntaxis. Dazwischen junge Fahrradfahrer und weitere Grundschüler, die zu Fuß zur Schule kommen. Auf dem im Grunde viel zu kleinem Lehrerparkplatz rangieren weitere Autos – im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, kann das ganz schön gefährlich werden.

Mit einer neuen Schulweg-Aktion möchte die Nikolaischule die Situation verbessern. Sie plant einen „laufenden Schulbus“. Das einzige Problem: Es fehlen noch ehrenamtliche erwachsene „Buslenker“, um das Projekt starten zu können.

Die Älteren erinnert sich vielleicht – vor allem in Innenstädten gab es früher oft jemanden, der die Kinder zuhause abgeholt und dann die ganze Gruppe zur Schule begleitet hat. Manchmal mussten die Kinder dabei ihre Hände halten oder sich an einem Tau einhaken. So ähnlich funktioniert der „laufende Bus“. Die Grundschüler der Nikolaischule würden sich zum Beispiel auf dem Marktplatz in Wolbeck absetzen lassen und dort mit einem Erwachsenen treffen, der sie auf einer sicheren Route zur Schule begleitet.

Den laufenden Schulbus hat sich die Krankenversicherung AOK ausgedacht, ihr liegt daran, dass sich Kinder mehr bewegen. Für den Schulleiter Martin Nielebock steht jedoch eindeutig im Vordergrund, dass sich das morgendliche Chaos an der Schule entschärft. „Die kleine Straße gibt das eigentlich nicht her.“ Die Kinderneurologie der Uni Münster und die Polizei hatten das Projekt in der Schulpflegschaft vorgestellt. Jetzt hofft Nielebock, dass sich bis zum Probelauf am 23. März noch genügend Freiwillige finden, die morgens für die Schülerbegleitung zur Verfügung stehen. „Selbst die Bereitschaft für nur einen Morgen hilft uns weiter. Dadurch ist der Gemeinschaft, der Umwelt, den Kindern und den vor der Schule parkenden Eltern sehr geholfen.“

Der Treffpunkt am Marktplatz ist dabei nicht in Stein gemeißelt. „Da sind wir für Vorschläge offen.“ Denkbar wäre ein Treffpunkt am Feuerwehrgerätehaus oder am Hallenbad. Interessierte können sich bei Martin Nielebrock, 02506/563 oder E-Mail nikolaischule@stadt-muenster.de, melden.

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