Stadtverwaltung berichtet über mögliche bauliche Erweiterungen
Wolbecker Schullandschaft im Umbruch

Münster-Südost -

Wachsende Stadt, wachsender Stadtbezirk und folglich eine veränderte, gewachsene Schullandschaft: Für intensive Debatten hat bereits die Frage gesorgt, ob das Gymnasium Wolbeck künftig vier- oder fünfzügig ausgelegt sein solle. Das ist nicht die einzige spannende Baustelle.

Donnerstag, 30.04.2020, 12:56 Uhr
Wie geht es weiter mit dem Ausbau des Schulzentrums Wolbeck und der Nikolai-Grundschule? Die Schulverwaltung strebt eine Entscheidung am 24. Juni an.
Wie geht es weiter mit dem Ausbau des Schulzentrums Wolbeck und der Nikolai-Grundschule? Die Schulverwaltung strebt eine Entscheidung am 24. Juni an. Foto: isa

Der Rat der Stadt Münster hatte im Dezember den Beschluss gefasst, dass über eine bauliche Erweiterung des Schulzentrums Wolbeck erst entschieden werden kann, wenn die Auswirkungen auf die Aufnahmekapazitäten der städtischen Gymnasien insgesamt geprüft sind. Die Schulverwaltung hat sich eingehend mit dieser Frage befasst und kündigt einen Entscheidungsvorschlag zur Ratssitzung am 24. Juni an. Das ist einer Berichtsvorlage zu entnehmen, die am Mittwoch (6. Mai) den Mitgliedern der Bezirksvertretung Südost vorgestellt wird.

Dabei sind nicht nur die Folgen der Umstellung der G9 auf G8 an den Gymnasien zu berücksichtigen. Im Stadtbezirk Südost wird aufgrund zahlreicher künftiger neuer Baugebiete über die Option diskutiert, ein neues Gymnasium im Bereich Gremmendorf zu errichten.

Auch in der Wolbecker Grundschullandschaft könnte sich in Zukunft einiges tun. Bereits im vergangenen Jahr ging die neue Grundschule Wolbeck-Nord an den Start. Jetzt wird geprüft, die Schule um einen Zug zu erweitern. Hintergrund sind die Bevölkerungsentwicklung sowie offenen Fragen der Erweiterungsmöglichkeiten der Nikolaischule Wolbeck zur Vier-Zügigkeit.

Im Jahr 2018 war der Ausbau der Nikolaischule zur 3-Zügigkeit für etwa 5,7 Millionen Euro beschlossen worden. Auch die Option einer baulichen Erweiterung zur Vier-Zügigkeit in einem 2. Bauabschnitt für etwa 3,4 Millionen Euro und der Bau einer zusätzlichen Einfachsporthalle für 3,1 Millionen Euro beschlossen worden.

Möglicherweise lassen sich diese Überlegungen gar nicht realisieren. In der Verwaltungsvorlage heißt es wörtlich: „Die tatsächliche planerische Umsetzung gestaltet sich komplexer als im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu durchdringen war.“

Aufgegeben sind die Erweiterung zur Vier-Zügigkeit und der Bau einer weiteren Sporthalle keineswegs. Es könnte sogar alles schneller kommen als gedacht: Die Verwaltung will den direkten Ausbau zur 4-Zügigkeit einschließlich Neubau einer Sporthalle prüfen. Daher verzögert sich zwar der Beginn des Wettbewerbsverfahrens. Auch der ursprüngliche Termin für die Fertigstellung lässt sich nicht halten. Neue Termine nennt die Verwaltung in ihrer Berichtsvorlage nicht.

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