Planfeststellungsverfahren für Reaktivierung der Strecke Münster-Sendenhorst wurde in Gang gesetzt
WLE-Projekt schreitet weiter voran

Münster-Südost -

Im Jahr 2023 sollen die ersten Züge über die Gleise einer reaktivierten WLE-Strecke fahren

Mittwoch, 27.05.2020, 10:46 Uhr
Noch wächst Gras zwischen den Schienen, wie hier in Wolbeck. Nach den vorliegenden Plänen soll die WLE-Strecke zwischen Münster und Sendenhorst zum Jahresende 2023 jedoch reaktiviert sein.
Noch wächst Gras zwischen den Schienen, wie hier in Wolbeck. Nach den vorliegenden Plänen soll die WLE-Strecke zwischen Münster und Sendenhorst zum Jahresende 2023 jedoch reaktiviert sein. Foto: isa

„Wir bleiben bei unserer Prognose“, erklärt Johann Ubben : „Bis Ende 2023 sollen die ersten Züge auf der reaktivierten Strecke zwischen Münster und Sendenhorst rollen“, fügt der Bereichsleiter für den Eisenbahnbereich bei der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) hinzu. Ein weiterer Schritt in diese Richtung jedenfalls wurde jetzt getan: Die WLE reichte die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren am 8. Mai beim Regierungspräsidium Münster ein, womit das offizielle Verfahren seinen Anfang nahm. Wie geht es jetzt weiter?

  • Beim Regierungspräsidium werden die Unterlagen zunächst auf Vollständigkeit geprüft, was eine gewisse Zeit in Anspruch nehme, so Ubben: „Immerhin handelt es sich um insgesamt 13 dicke Aktenordner.“ Wenn alles ok ist, gehen die Unterlagen weiter an die Kommunen.
  • Dann wird es konkret, auch für die Bürgerinnen und Bürger: Bei allen Beteiligten, also in den Städten Münster und Sendenhorst sowie beim Kreis Warendorf, werden die Planungs-Unterlagen vier Wochen lang öffentlich ausgelegt. Auch im Internet seien die Pläne dann einsehbar, so Ubben.
  • Alle Interessierten könnten dann Anregungen oder Kritik einreichen. Dafür haben sie auch nach dem Ende der Offenlegungen noch insgesamt vier Wochen Zeit.
  • Die Anregungen und werden beim Regierungspräsidium gesammelt und anschließend der WLE vorgelegt. „Wir prüfen die Einwände und nehmen Stellung dazu“, erläutert Ubben. Möglicherweise gingen einige Anregungen in die Planungen ein, sprich diese würden entsprechend angepasst. Danach gehen die Unterlagen wieder zurück zum Regierungspräsidium, das dann den eigentlichen Planfeststellungsbeschluss fasst. „Damit besteht für uns Baurecht, wir können den konkreten Baubeginn beantragen“, so der Eisenbahnbetriebsleiter.
  • Eine genaue Zeitachse mag Ubben nicht nennen. Man gehe aber von einem etwa eineinhalbjährigen Planungsverfahren aus, das demnach Ende 2021 beendet wäre, erläutert er. Rechne man noch einmal eineinhalb Jahre für die Realisierung dazu, wäre eine Fertigstellung im letzten Quartal tatsächlich 2023 vorstellbar.
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