Entscheidung über Neubau eines zweiten Sporthauses für den TV Wolbeck wird vertagt
„Wir bleiben zuversichtlich“

Münster-Wolbeck -

Wieder ist das Haus des Sports zu klein geworden. Diesmal will der TV Wolbeck ein zweites, neues Gebäude errichten.

Freitag, 12.06.2020, 16:33 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 18:46 Uhr
Das Haus des Sports hat der TV Wolbeck erst vor zehn Jahren erweitert. Jetzt platzt das Gebäude wieder aus allen Nähten.
Das Haus des Sports hat der TV Wolbeck erst vor zehn Jahren erweitert. Jetzt platzt das Gebäude wieder aus allen Nähten. Foto: mlü

Der TV Wolbeck platzt aus allen Nähten. Daher hat der Sportverein bereits 2018 bei der Stadt Münster einen Antrag auf Erweiterung gestellt. Inhalt: Ein Neubau für rund vier Millionen Euro. Die Entscheidung darüber wird jetzt aber erst einmal vertagt. Dies wurde bei der Sitzung der BV Südost am Mittwoch (10. Juni) bekannt. Doch der Verein lässt sich nicht entmutigen. „Wir bleiben zuversichtlich“, erklärt der Vorsitzende Stefan Langer .

Zur Vorgeschichte: Immer mehr Sportinteressierte strömen zu den Angeboten des Wolbecker Vereins, der mit seinen Kapazitäten nicht mehr nachkommt. Auch die Erweiterung des Hauses des Sports vor rund zehn Jahren reicht längst nicht mehr aus. „Immer mehr Baugebiete werden ringsherum erschlossen, und unsere Wartelisten sind jetzt schon lang“, merkt Langer an. Daher habe man bereits vor geraumer Zeit die Notwendigkeit einer Erweiterung angezeigt und konkrete Baupläne erstellt.

Der nun notwendige Neubau soll wie berichtet auf der Sporterweiterungsfläche an der alten Hofstelle Buddenbäumer am Twenhövenweg entstehen, dort wo zeitweise die Container zur Unterbringung von Geflüchteten standen. „Unterkommen soll im Neubau vor allem der Bereich Kraft und Ausdauer, der von den Mitgliedern auch liebevoll ,Muckibude` genannt wird“, so Langer. Im „Altbau“ will man den Reha-, Gesundheits- und Fitnesssport konzentrieren.

Dass der Sportausschuss dem Antrag bei seiner nächsten Sitzung am 23. Juni nicht zustimmen, sondern diesen vertagen wird, beunruhigt Langer nicht: „Wir haben schon damit gerechnet“, erklärt er. Das Finanzvolumen des Neubauprojektes sprenge den Rahmen, über den das Gremium entscheiden könne. So stünden aus dem Sportfördertopf lediglich 500 000 Euro pro Jahr für alle münsterischen Vereine gemeinsam zur Verfügung. „Wir streben zur Finanzierung des Neubaus nun einen eigenen Haushaltsposten im Etat der Stadt für 2021 oder 2022 an“, so Langer. Außerdem seien noch einige Überarbeitungen des Konzepts vorgesehen. So wolle man die Baupläne noch einmal unter Corona-Gesichtspunkten überprüfen, erläutert der Vereinsvorsitzende: „Vielleicht hier und dort ein breiterer Gang, ein Einbahnstraßensystem oder eine zusätzliche Tür.“

Außerdem werde man ganz konkret den aktuellen Bedarf anhand von Wartelisten nachweisen. Und man wolle der Komplexität des Standorts Rechnung tragen: „Wo sollen genau welche Anschlüsse verlegt werden, wo kommen wie viele Parkplätze hin?“, diese und weitere Fragen müssten gemeinsam mit der Stadt Münster noch beantwortet werden, so Langer. Schließlich würde der Verein noch ein genaues Finanzierungskonzept erstellen, stellt der Vorsitzende in Aussicht. Der TV habe stets solide gewirtschaftet und auch den Eigenanteil der Umbaus vor zehn Jahren lange vor der Zeit beglichen.

Daher sehe man auch bei diesem Projekt wenig Schwierigkeiten, bei dem wiederum rund 50 Prozent der Kosten durch Mitgliedsbeiträge des Vereins aufgebracht werden müsse. Langer: „Wir sind optimistisch.“

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