Weitere Kritik an der Baustelle an der Hiltruper Straße
Eine Gefahr für Schulkinder?

Münster-Wolbeck -

Anwohnerin beobachtet brenzlige Situationen

Sonntag, 14.06.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 18:50 Uhr
Die Schilder geben den Fußgängern vor, am Kreisel über den Zebrastreifen die Straßenseite zu wechseln. Viele Schulkinder nähmen jedoch den gewohnten Weg und begäben sich dadurch in Gefahr, hat eine Anwohnerin beobachtet.
Die Schilder geben den Fußgängern vor, am Kreisel über den Zebrastreifen die Straßenseite zu wechseln. Viele Schulkinder nähmen jedoch den gewohnten Weg und begäben sich dadurch in Gefahr, hat eine Anwohnerin beobachtet. Foto: isa

Die Baustelle an der Hiltruper Straße erregt weiterhin die Gemüter. Wie berichtet, hatte Anliegerin Martina Deux viel Kritik daran geübt und auf Gefahrenstellen hingewiesen. Jetzt wandte sie sich mit ihren Anmerkungen an Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau . Dieser versprach, sich der Sache, zumindest teilweise, anzunehmen.

Speziell wies Martina Deux darauf hin, dass wieder Grundschüler unterwegs sind. Brenzlige Situationen entstünden „gerade mittags zwischen 11 und 13 Uhr, wenn sie von der Nikolaischule kommen“, hat sie beobachtet. Die Kinder richteten sich nicht nach Umleitungsschildern, sondern gingen den gewohnten Weg, sprich zunächst vor dem Restaurant und dem Frisör entlang. Dann landeten sie in der Baustelle im Gegenverkehr. Für die Kinder bedeute dies eine geradezu tödliche Gefahr. Die Anwohnerin regt an, Schülerlotsen einzusetzen und die Eltern zu sensibilisieren. Man könne über eine verstärkte Polizeipräsenz nachdenken, Kinder und Jugendliche in Richtung Schulzentrum unterwegs seien.

Wie berichtet, kritisiert Deux auch die Umleitung für Radfahrer, die ihrer Meinung nach zu vielen gefährlichen Situationen auf dem engen Gehweg führten.

„Dass im Bereich der Hiltruper Straße Instandsetzungs- und Kanalbauarbeiten in der Sache notwendig sind und damit naturgemäß Verkehrsbehinderungen verbunden sind, wird sich leider nicht völlig vermeiden lassen“, erklärt Bezirksbürgermeister Schönlau zum Thema. Wie berichtet, gibt die Beschilderung den Fußgängern eine möglichst ungefährliche Querung der Straße direkt am Kreisverkehr vor.

Die Umleitung für Radfahrer werde jedoch in der Tat „nicht wirklich angenommen“, so Schönlau: „Viele Radfahrer nutzen vielmehr entgegen der Beschilderung den „direkten“ Weg vom Marktplatz zu Wiewel/Lidl. „Vielleicht lässt es sich einrichten, dass man als vorübergehende Baustellenlösung den durchaus breiten Bürgersteig in diese Richtung auch für Radfahrer (als kombinierten Fuß- und Radweg) freigibt“, schlägt er vor.

Er sei jedoch kein Fachmann und könne allenfalls anregen, dies zu prüfen. Die Umwege für den Autoverkehr ließen sich hingegen wohl nicht verhindern. Allenfalls könne man über eine Ampel mit wechselnder Richtungsfreigabe nachdenken.

„Insgesamt muss man schon sagen, dass die Geduld der Anwohner und Geschäftsleute nach den monatelangen Behinderungen durch den Bau des Kreisels nun abermals stark auf die Probe gestellt wird“, räumt Schönlau ein. „Ich hoffe, dass die Arbeiten diesmal zügig vorangehen.“

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