Weitere Verzögerung: Dreifachhalle soll nun erst nach den Sommerferien nutzbar sein
„Es läuft einfach nicht rund“

Münster-Wolbeck -

Immer wieder hat sich die Nutzbarkeit der Dreifachhalle verzögert

Dienstag, 16.06.2020, 18:36 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 15:58 Uhr
Der Vorsitzende des TV Wolbeck, Stefan Langer, vor der Dreifachturnhalle im Schulzentrum Wolbeck.
Der Vorsitzende des TV Wolbeck, Stefan Langer, vor der Dreifachturnhalle im Schulzentrum Wolbeck. Foto: isa

Der Volksmund würde sagen: „Da ist der Wurm drin“. Wieder einmal wird die Nutzung der Dreifachhalle im Wolbecker Schulzentrum verschoben. Diesmal „bis in die zweite Junihälfte, eventuell auch noch bis in die Sommerferien hinein“, erklärt Marion Brink vom Amt für Immobilienmanagement auf Anfrage unserer Zeitung.

Und das, wo es seit 2018 Probleme mit der Sanierung der Halle gibt. „Es läuft einfach nicht rund“, kommentiert ein sichtlich deprimierter Stefan Langer die gesamte Entwicklung. Er ist der Vorsitzende des Sportvereins TV Wolbeck, der stark unter den Folgen der Pannen leidet. Immer wieder können seine Basketballer, Volleyballer, Leichtathleten, Tischtennisspieler und andere die Halle über Monate nicht nutzen.

Die Corona-Krise hat die Vereine bekanntlich zusätzlich gebeutelt. Sport war einige Wochen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Seit Montag (15. Juni) dürfen Sportler – unter Auflagen – wieder durchstarten, auch die Ausübung von Kontakt-Sportarten ist für bis zu zehn Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. „Unsere Volleyballer könnten ihr Training also endlich wieder aufnehmen“, so Langer. Doch die Dreifachhalle ist nach wie vor geschlossen.

Das Dilemma begann bereits im Juli 2018, als man mit der – sicherlich notwendigen – Sanierung des Gebäudes begann. Ende August 2018 sollte alles erledigt sein, hieß es zunächst. Die weitere Geschichte ist bekannt: Es gab zahlreiche Pannen, die beauftragten Baufirmen arbeiteten nicht vertragsgemäß, Zusagen und Fristen wurden nicht eingehalten.

Vor allem der Hallenboden war betroffen. Noch bevor die Mängel endgültig behoben waren, kam es im Herbst 2019 zu einem Wasserschaden. Das Entwässerungssystem der Sporthalle musste saniert und der Boden komplett aufgenommen und noch einmal neu verlegt werden. Wieder wurde der Neubeginn des Sportbetriebs verschoben.

Aus den Weihnachtsferien 2019 wurden die Osterferien 2020. Die neueste Prognose in Richtung Sommerferien basiere nun auf verschiedenen Gründen, die zum Teil mit der Corona-Krise zusammenhingen, erläutert Marion Brink vom Amt für Immobilienmanagement: „Aufgrund der Pandemie ist es zu „Personal- und Materialnachschubverzögerungen“ gekommen, so die Fachfrau. Dies mache sich umso mehr bemerkbar, als eine Firmenleistung auf der anderen aufbaue und so stets der gesamte Prozess betroffen sei.

Tatsächlich sei nun aber Licht am Ende des Tunnels zu sehen, ist Marion Brink zuversichtlich. Der Start im Juni, spätestens in den Sommerferien sei realistisch: „Die Arbeiten am Entwässerungssystem sind so gut wie erledigt“, betont sie. Auch in der Halle gingen die Arbeiten dem Ende zu. Es fehlten nur noch letzte Handgriffe am Oberboden und der Liniierung.

Stefan Langer würde sich über jeden Tag freuen, der eine möglichst frühe Nutzung ermöglicht. „Zwar sind in den Ferien die Hallen weitgehend geschlossen“, erklärt er. Einige Sparten dürften jedoch auch dann traditionell bestimmte Trainingszeiten nutzen.

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