Bauwerk stellt den ersten Schritt in Richtung Naherholungszone und Bürgerpark dar
Brücke über dem Piepenbach steht

Münster-Wolbeck -

Auf längere Sicht sind eine Naherholungs-Zone und ein Bürgerpark geplant

Dienstag, 21.07.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 18:04 Uhr
Die Brücke über den Piepenbach nahe der Straße Am Borggarten steht. Allerdings gibt es noch keinen Fuß- oder Radweg, über den man sie erreichen kann. Dieser soll im nächsten Jahr gebaut werden.
Die Brücke über den Piepenbach nahe der Straße Am Borggarten steht. Allerdings gibt es noch keinen Fuß- oder Radweg, über den man sie erreichen kann. Dieser soll im nächsten Jahr gebaut werden. Foto: isa

Es ist eine so genannte „Soda-Brücke“, die jetzt über dem Piepenbach errichtet wurde. Die neu geschaffene Geh- und Radwegverbindung nahe der Straße Am Borggarten steht nämlich einfach nur „so da“ – mitten in einer Kuhweide, bisher ohne jede Anbindung. Wer sie erreichen will, muss über Zäune steigen und darf auch teilweise die Begegnung mit dem Weidevieh nicht scheuen. Das wird aber natürlich nicht so bleiben.

Die Brücke ist nämlich Teil eines Gesamtprojekts, das nun nach und nach verwirklicht wird. „Perspektivisch geht es um die Renaturierung des Bachlaufs und die Schaffung eines Bürgerparks“ erklärt Martin Peitzmeier . Der Wolbecker CDU-Kandidat für den Rat der Stadt Münster nahm das Bauwerk gestern gemeinsam mit seinen Parteilkollegen Petra Hensel-Stolz und Horst Karl Beitelhoff in Augenschein. Und er war zufrieden: „Der erste Schritt in Richtung Realisierung des Projekts ist getan.“

In Auftrag gegeben wurde die neue Geh- und Radwegbrücke von der Stadt Münster. Sie erhält dafür 119 000 Euro Fördergelder, die von der Bezirksregierung bewilligt wurden. Das Bauwerk besitzt einen rutschhemmenden Belag, damit die Verkehrssicherheit auch bei Nässe sichergestellt ist.

Befürchtungen, die Brücke könnte eine zu steile Rampe erhalten, erwiesen sich offenbar als unbegründet. Peitzmeier: „Als das Bauwerk vor einigen Tagen vorgefertigt auf der Wiese lag, ruhte es auf einer erhöhten Hilfskonstruktion.“ Diese sei jedoch nicht mit eingebaut worden. Nun gehe man von einer sanft ansteigenden Rampe aus. Der Rad- und Fußweg, der sich an beiden Seiten der Brücke anschließt, soll Mitte des kommenden Jahres gebaut werden, hoffen die Politiker.

In unmittelbarer Umgebung der Brücke ist geplant, den Piepenbach – zwischen der Telgter Straße und der Einmündung in die Angel – ökologisch zu verbessern. „Er wird sich wieder durch die Landschaft schlängeln, so wie früher“, betont Peitzmeier. Es soll eine Flachwasserzone entstehen, die auch der Naherholung dient: „Man kann dann mal wieder mit den Füßen durchs Wasser laufen, und Kinder können dort Kaulquappen fangen“, so die Politiker. Wirklichkeit werden könnte die Bach-Renaturierung bereits im Herbst oder Winter dieses Jahres. Die Flachwasserzone soll in einen naturnahen Erholungsbereich in Form eines Stadtteilparks eingebettet werden.

Die geförderte neue Brücke wird künftig eine vom Autoverkehr getrennte Verbindung zwischen der nordöstlichen Wohnbebauung und der Ortsmitte von Wolbeck schaffen. So sollen auch Wohngebiete und Grundschulen miteinander verknüpft werden. Die Verbindung soll ferner bis zu den großen Spielplätzen im Wohngebiet Wolbeck- Nord und zur dortigen Pumptrack-Bahn reichen.

Aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Denn bisher steht die Brücke nur „so da“.

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