Erstes Resümee zur Offenlegung des Bebauungsplans, die am Freitag endete
Eschstraße: Gut 300 Einwände sind eingegangen

Münster-Wolbeck -

Entscheidung fällt wahrscheinlich erst zum Ende des Jahres

Mittwoch, 22.07.2020, 17:49 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 15:00 Uhr
Für den Ausbau der Eschstraße wurde ein neuer Bebauungsplan erstellt. Nach der Offenlegung liegen dazu gut 300 Einwände vor.
Für den Ausbau der Eschstraße wurde ein neuer Bebauungsplan erstellt. Nach der Offenlegung liegen dazu gut 300 Einwände vor. Foto: isa

Am vergangenen Freitag (17. Juli) endete die Offenlegung des neuen Bebauungsplans für die Eschstraße. Diese soll nach dem Willen der Stadt zum Ortsumgehungs-Zubringer ausgebaut werden. „Gut 300 Einwände zum Projekt erreichten während der Offenlegung die Verwaltung“, bestätigte jetzt Jochen Brinkheetker vom Stadtplanungsamt auf Anfrage unserer Zeitung. Wegen der Corona-bedingten Besonderheiten (Einsicht in die Pläne war nur nach Anmeldung möglich) war die Offenlegung von den üblichen vier auf sechs Wochen verlängert worden.

Ziel der Stadt ist es, durch die Anbindung der Eschstraße an die – bereits 2014 fertig gestellte – Umgehungsstraße das Zentrum von Wolbeck vom Verkehr zu entlasten. Da rund 50 Prozent des Verkehrsaufkommens auf dem zentralen Straßenzug Am Steintor / Münsterstraße durch Wolbecker Binnenverkehr verursacht würden, solle eine zentrumsnahe Zufahrt zur Ortsumgehung als attraktive Alternative gebaut werden, so die Verwaltung.

Wie berichtet, hatte das Oberverwaltungsgericht 2017 den ersten Bebauungsplan zum Ausbau der Eschstraße wegen verschiedener Mängel gekippt. Eine Bürgerinitiative kämpft seit Langem gegen den Ausbau. Die Stadt Münster hält nach wie vor an dem Ausbau fest, auch deswegen, weil eine Reduzierung des Verkehrs auf der Münsterstraße als Bedingung für die Genehmigung einer städtebaulichen Umgestaltung des Wigbolds gilt. Und diese Umgestaltung wird von vielen seit Langem herbeigesehnt.

Zurück zum Bebauungsplan. Die hohe Zahl der Einwände sei zu erwarten gewesen, erklärt Brinkheetker. Schließlich sei das Projekt „nicht unumstritten“. Unter den gut 300 Stellungnahmen sei jedoch auch eine Reihe von Musterformularen eingegangen, die jeweils die selben Inhalte aufwiesen.

Sämtliche Einwände würden sorgfältig geprüft, erläutert Brinkheetker. Sie gingen in die Begründung des Bebauungsplans ein. Dies alles werde einige Zeit in Anspruch nehmen. „Eine entsprechende Ratsvorlage wird wohl kaum am 26. August vorliegen, dem Tag, an dem der jetzige Rat zum letzten Mal zusammenkommt“, so der Verwaltungsvertreter. Die Entscheidung über den Bebauungsplan werde wahrscheinlich erst vom neu gewählten Rat der Stadt, möglicherweise zum Ende des Jahres, getroffen.

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