BV-Südost: SPD verliert zwei Sitze, Grüne gewinnen einen, Piraten sind raus. Neu mit je einem Sitz: Linke und AfD
Kräftig durcheinandergewirbelt

Montag, 14.09.2020, 18:24 Uhr

Auch wenn sie fast drei Prozent im Vergleich zu 2014 verloren hat, bleibt die CDU mit 40,52 Prozent und acht von 19 BV-Sitzen stärkste Fraktion. „Wir sind sehr zufrieden“, kommentiert Peter Bensmann das Ergebnis, das rund acht Prozent über dem gesamtstädtischen Abschneiden der CDU (32,7 %) liegt. „Wir bleiben mit Abstand die stärkste Fraktion im Südosten“, ergänzt der Gremmendorfer und bekräftigt seine Ambitionen, Bezirksbürgermeister zu werden.

„Riesig“ freut sich Christine Schulz (Grüne) über das gute Abschneiden ihrer Partei im Südosten. Die Grünen gewannen dort im Vergleich zu 2014 fast acht Prozent (aktuell 26,34 %) und einen fünften BV-Sitz dazu. Der Zuwachs könne daher resultieren, dass man im Wahlkampf viele für den Stadtbezirk relevante Themen, wie Esch-Ausbau, Fahrradstraßen und WLE-Reaktivierung aufgegriffen habe, vermutet Schulz. Könnte der Erfolg dazu führen, dass auch die Grünen noch einen Bezirksbürgermeister-Kandidaten benennen? Zurzeit könne man dazu nichts sagen, so Christine Schulz: „Alles ist im Fluss.“

„Natürlich enttäuscht“, zeigt sich Sabine Metzler , deren Partei ( SPD ) fast zehn Prozent und zwei BV-Sitze im Vergleich zu 2014 verlor. Künftig werden die Sozialdemokraten lediglich über drei BV-Sitze verfügen. „Mit diesem schlechten Ergebnis haben wir nach vielen guten Gesprächen im Wahlkampf nicht gerechnet“, so Metzler, die „über Gründe nicht spekulieren“ will. Der Abwärtstrend der SPD sei nicht im Stadtbezirk verankert, sondern gelte stadt- oder besser landesweit, vermutet sie. Die amtierende Fraktionsvorsitzende in der BV hält ihr Interesse am Amt der Bezirksbürgermeisterin aufrecht.

Während es bei der FDP (6,61 %) bei einem Sitz (mit Tim Thier ein neues Gesicht) in der BV bleibt, sind die Piraten (1,28 %) außen vor. Piratin Birgit Hemecker sieht den Grund unter anderem in der „zunehmenden Zersplitterung“ der Parteien. „Zu viele kleine Parteien kannibalisieren sich selbst“, sagt sie.

Neu in der BV sind auch je ein Vertreter der Linken (Gotwin Elges) und der AfD (Ralf Pöhling).

 

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