Förderverein des Gymnasiums stattet eine gesamte Schulklasse mit neuen iPads aus
„Ihr seid die Versuchskaninchen“

Ihr seid unsere Versuchskaninchen“, sagte Edith Verweyen-Hackmann scherzhaft. „Glückliche Versuchskaninchen“, mag man denken, denn die Schüler und Schülerinnen der Klasse 7 c, die die Leiterin des Gymnasiums Wolbeck auf so ungewöhnliche Art ansprach, strahlten größtenteils um die Wette. Die 24 Jungen und Mädchen waren nämlich dazu ausgewählt worden, als erste Klasse komplett mit i

Da auch überall in der Schule WLAN zur Verfügung steht, können die Utensilien nun als ständige Lernbegleiter im Unterrichtsalltag genutzt werden. Seit zwei Jahren arbeite man auf dieses Projekt hin, so Verweyen-Hackmann. Die Corona-Krise sei nicht der Auslöser gewesen. Dennoch könne man auch in dieser Hinsicht nun wertvolle Erfahrungen sammeln.

Dienstag, 15.09.2020, 16:43 Uhr
Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann (hinten, 3.v.r.) , Lehrer, Fördervereinsmitglieder und Schüler freuen sich über die I-Pads.
Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann (hinten, 3.v.r.) , Lehrer, Fördervereinsmitglieder und Schüler freuen sich über die I-Pads. Foto: isa

Die Idee – genau wie die Umsetzung – kamen vom Förderverein der Schule. „Wir haben mit unseren Geldern schon vieles für die Schüler und Schülerinnen angeschafft“, ruft Matthias Dettenkemper , seit 39 Jahren Mitglied im Förderverein, in Erinnerung. Musikinstrumente, Sportgeräte und einiges mehr seien darunter gewesen. Im Zuge der Digitalisierung habe man sich nun entschlossen, eine komplette Klasse probeweise mit den iPads auszustatten. Nach den Sommerferien erhielten die Kinder zunächst eine dreitätige Schulung, dann ging‘s los.

Die Schüler und Schülerinnen bekommen die Geräte kostenlos für den permanenten schulischen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Sie können sie im Unterricht ebenso nutzen wie für die Hausaufgaben. Gemeinsam mit Bernhard Franzkowiak vom Förderverein befragte Dettenkemper jetzt die Jungen und Mädchen nach ihren ersten Einschätzungen.

Finja zeigte sich ganz begeistert: „Das I-Pad ist sehr praktisch, weil ich nun nicht mehr so viele schwere Bücher in die Schule schleppen muss“, erklärte die Siebtklässlerin. Linus lobte, dass er „mit dem Gerät Zeit sparen und daher um so mehr lernen“ könne und Jule freute sich, dass sie sich nun „für die Zukunft viel besser vorbereitet“ fühle. Natürlich auch für den Fall, dass es nochmals zu einem Lockdown komme. Auch einige Lehrer, wie Dr. Bernd Dreßel, Julia Aldehoff, Florian Höfer und Isabel Drouven beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit dem Projekt. Zuletzt hatte es in den Sommerferien Workshops zum Thema gegeben. „Wir testen zurzeit, wie man die I-Pads fächerübergreifend nutzen kann“, so Julia Aldehoff. Schön wäre, wenn alle Schüler in den Genuss der Gerät kämen, war man sich einig. „Nur zahlt das zurzeit niemand.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7585885?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Nachrichten-Ticker