Ferdinand Jendrejewski stellt großformatige Landschafts-Fotografien in der Bezirksverwaltung aus
Er bringt die Bilder zum Sprechen

Münster-Wolbeck -

In der Wolbecker Bezirksverwaltung explodieren zurzeit die Farben: Leuchtendes Lavendel-Violett konkurriert mit Klatschmohn-Rot und Herbstlaub-Orange. Aber auch klug gesetzte Schrägen und Diagonale kennzeichnen die großformatigen Landschafts-Fotografien, die Ferdinand Jendrejewski in den Verwaltungsräumen an der Münsterstraße ausstellt. „Wenn die Leute hier auf dem Flur warten müssen, dann können sie sich mit den Bildern die Zeit vertreiben“, sagt der erfolgreiche Fotograf bescheiden.

Freitag, 09.10.2020, 18:36 Uhr
Ferdinand Jendrejewski stellt seine Landschafts-Impressionen in der Bezirksverwaltung aus.
Ferdinand Jendrejewski stellt seine Landschafts-Impressionen in der Bezirksverwaltung aus. Foto: privat

 

Für alle, die einen neuen Pass oder eine Beglaubigung benötigen, lohnt sich der Weg ins örtliche Bürgeramt jetzt doppelt. Seit Mitte der Woche und voraussichtlich noch bis zum Jahresende sind dort 13 auf Leinwand gezogene Bilder im Format zwischen 60 mal 80 und 75 mal 100 Zentimetern zu sehen, die allesamt Landschaften zeigen: Wälder und Felder, einzelne Bäume, Bergformationen und Flüsse. Alles unspektakuläre Motive, denen man im Alltag oder auf Reisen begegnet – aber kunstvoll in Szene gesetzt. Neben Ansichten aus Frankreich, Spanien, Island und Westfalen darf Wolbeck nicht fehlen. Dargestellt ist unter anderem die Angel im Tiergarten und die Herbstbuche am Drostenhof.

Für den Autodidakten Jendrejewski ist es bereits die zweite Ausstellung in der Bezirksverwaltung Wolbeck. Außerdem ist der Buchautor als erfolgreiches Mitglied bei Wettbewerben im DVF (Deutscher Verband für Fotografie) bekannt und als Initiator der „Wolbecker Fotofreunde“.

Zurück zur Ausstellung: Warum Landschaften? „Gerade in Corona-Zeiten zieht es viele in die Natur“, erläutert der Fotograf. Die gezeigten Werke könnten vielleicht dazu anregen, die Umgebung bewusster wahrzunehmen. Auch mit der Kamera. Und wie gelingt es, die Ansichten so dicht zu komponieren, dass sie den Blick geradezu magisch anziehen?

„Gute Bilder dürfen nicht überfrachtet sein“, sagt Jendrejewski, „zwei, drei Details müssen genügen“. Und die Fotos sollten im Idealfall eine Frage aufwerfen, neugierig machen und den Betrachter quasi ansprechen. Dies erreiche man etwa durch einen ungewöhnlichen Bildausschnitt oder ein Detail im Hintergrund, so der Fachmann. Natürlich spiele für die Qualität des Ergebnisses auch stimmungsvolles Licht eine Rolle. Jendrejewski: „Zwischen 12 und 16 Uhr sollte man die Kamera in der Tasche lassen.“

 

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