Der TV Wolbeck hat die Corona-Krise bislang glimpflich überstanden
„Das Hygienekonzept des Vereins funktioniert“

Münster-Wolbeck -

Nicht jeder Verein ist so glimpflich durch die Corona-Krise gekommen, wie der TV Wolbeck: „Unsere Mitglieder sind zufrieden, das Hygienekonzept funktioniert“, freut sich Stefan Langer. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Marisa Emstermann gab der Vorsitzende des Sportvereins jetzt einen Überblick über die aktuelle Situation.

Freitag, 09.10.2020, 18:37 Uhr
„Unsere Mitglieder sind zufrieden, das Hygienekonzept funktioniert“, sagen Stefan Langer und Merisa Emstermann.
„Unsere Mitglieder sind zufrieden, das Hygienekonzept funktioniert“, sagen Stefan Langer und Merisa Emstermann. Foto: isa

 

„Die Aktiven sind größtenteils wieder an Deck und haben sich an die neuen Bedingungen gewöhnt“, erklärt Langer . Ein Einbahnstraßensystem verbindet die Sportstätten, zwischen die Kurse wird eine zehnminütige Pause zum Lüften geschoben. Die Maskenpflicht, die auch für die Kursleiter gilt, werde ohne Murren akzeptiert, Abstände würden eingehalten. „Die Sportler registrieren es positiv, dass wir die Geräte regelmäßig desinfizieren“, so Langer. Die meisten schätzten das korrekte Vorgehen des Vereins und genössen die Sicherheit, die dadurch angestrebt wird.

Dass fast alle Sportler dem Verein die Treue hielten, kommt nicht von ungefähr. Ziemlich genau acht Wochen lang, von Mitte März bis Mitte Mai, waren während des Lockdowns auch die Tore bei einem der größten Sportvereine Münsters komplett geschlossen. Das sei für alle eine harte Zeit gewesen, erinnert sich Marisa Emstermann . Aber man habe stetig den Kontakt zu den Mitgliedern gehalten.

„Wir haben zum Beispiel ein Judo-Training per Zoom -Konferenz für zu Hause angeboten“, erklärt die Geschäftsführerin. Außerdem gab es Facebook-Auftritte für die Mitglieder sowie Posts auf Instagram. „Denjenigen, die technisch nicht so affin sind, haben wir auf Papier gedruckte Trainingspläne vorbei gebracht“, so Emstermann. So seien alle in Verbindung geblieben. Und anschließend seien die „Rückkehrer“ nach der Pause geradezu „hungrig nach Sport“ gewesen. Das gelte vor allem für die Kinder.

Nun blickt der Verein zuversichtlich nach vorn: „Wir wachsen permanent“, sagt Stefan Langer und hat dabei auch die Neubaugebiete Lancier, Berdel und südlich der Hiltruper Straße im Auge. Schon jetzt zählt der Verein über 2200 Mitglieder. „Die Wartelisten beim Reha-Sport werden immer länger“, gibt er zu bedenken. Man brauche einfach mehr Räume.

Baupläne für einen weiteren Trakt auf der benachbarten Hofstelle Buddenbäumer liegen schon in der Schublade. Mit vier Millionen Euro wird das Projekt veranschlagt, das zur Hälfte die Stadt Münster übernehmen soll. Die andere Hälfte will der Vereins selbst schultern.

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