Gabi Rüthers` Buch „Drachenwinter“ spielt auch in Wolbeck
Mysteriöses aus den Bauerschaften

Münster-Wolbeck -

Romantik und Fantasy – geht das zusammen? Auf jeden Fall in den Büchern von Gabi Rüther. Ihre Erfolgsformel: Zauberhaftes, Mystisches und Unvorstellbares passieren im Hier und Jetzt, besser noch vor unserer Haustür, wie in ihrem neuen Roman „Drachenwinter“ (passend zum Beginn der Winterzeit/Sonntagfrüh, 25. Oktober bitte Uhren umstellen!). Der spielt in den Bauerschaften zwischen Wolbeck und Drensteinfurt.

Montag, 19.10.2020, 15:14 Uhr
In den Bauerschaften zwischen Wolbeck und Drensteinfurt spielt der romantische Fantasyroman „Drachenwinter“ von Gabi Rüther. Eine Lesung in der Wolbecker Buchhandlung „Buchfink“ ist in Vorbereitung.
In den Bauerschaften zwischen Wolbeck und Drensteinfurt spielt der romantische Fantasyroman „Drachenwinter“ von Gabi Rüther. Eine Lesung in der Wolbecker Buchhandlung „Buchfink“ ist in Vorbereitung. Foto: Peter Sauer

Weil wegen Corona die Lesung ausfallen musste, stellte eine Wolbecker Buchhandlung in den vergangenen Wochen den Fantasy-Roman „Drachenwinter“ mit einem eigenen Schaufenster vor. „Die Lesung ist aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“, sagt Gabi Rüther . Sie hat den romantischen Fantasy“-Roman „Drachenwinter“ geschrieben.

Zum Inhalt: Protagonistin Jule flüchtet aus der Hektik der Stadt in ein einsam gelegenes Bauernhaus im urwüchsigen Irgendwo zwischen Wolbeck und Drensteinfurt. Als sich ihr unheimlich-wirkender Nachbar schwer verletzt, leistet Jule erste Hilfe. Der Nachbar muss ins Krankenhaus und Jule passt auf seine kleinen Echsen auf.

Doch die harmlos wirkenden Tiere entpuppen sich schließlich als . . . , na, das wollen wir hier jetzt wirklich nicht verraten. Nur so viel: Alsbald sind unbändige Drachentöter Jule und ihren Schützlingen heftig auf den Fersen – zwischen heimischen Feldern, Hecken und Waldstücken, zwischen Angel, Werse und Erlebach.

Gabi Rüther erzählt mit jeder Menge Esprit, Spannung und Herz. „Ich bin ein Happy-End-Junkie. Happy Ends sind mir sehr wichtig, So dass man vom Alltag abschalten kann, glücklich sein.“ So kommt auch im aktuellen Fantasyroman „Drachenwinter“ die Liebe nicht zu kurz. Insgesamt hat Rüther in den vergangenen sieben Jahren bereits zehn Romane geschrieben.

Bücher faszinieren die leidenschaftliche Motorradfahrern seit ihrer Kindheit. Trotz Deutsch-Leistungskurs: beruflich arbeitet sie als Lohnbuchhalterin in einem mittelständischen Betrieb in Münster.

Das sie dann in ihrer Freizeit doch noch Buchautorin wurde, liegt an ihrem Mann Georg, der selbst Stephen-King-Fan ist. „Als ich mir wieder einige Bücher zum Lesen kaufte, fragte mich mein Mann, wie viel Geld ich denn für Bücher ausgeben würde und dass ich doch viel besser schreiben könnte. Das sei nicht so teuer.“ Gesagt, getan. Und sowohl im Eigenverlag als auch beim Verlag tredition sind ihre Bücher mittlerweile zu bekommen.

Und warum Fantasy? Gabi Rüther lächelt und sagt mit überzeugender Miene: „Bei Fantasy brauche ich den lästigen Faktencheck nicht.“ Und Drachen interessieren sie, seit sie die Drachen in den Harry-Potter-Büchern kennengelernt hat. „Mich interessieren wilde Tiere mehr als Haustiere, weil ich nicht auf diesen verniedlichten Walt-Disney-Effekt stehe.“

Auch wenn sich ihre bislang zehn Bücher mal an Erwachsene, mal auch an junge Leser richten, alle haben ein gemeinsames Kennzeichen: Rüthers Geschichen spielen in der Gegenwart an echten lokalen Schauplätzen. Dort passieren ungewöhnliche Dinge, magische Momente und mystische Zeitsprünge, doch eine weitere Stärke Rüthers liegt darin, dass sie dabei immer auch bodenständig erzählt.

Es könnte so passiert sein, im Dunkel hinter der hellen Alltagswelt die wir kennen. „Ich liebe es, mit dem Gedanken ,Was wäre, wenn?‘ zu spielen, und in der Fantasie gibt es da keine Grenzen“, sagt Rüther.

Für einen Extraprise Realität sorgen auch einige Freunde von ihr, die mit echten Vornamen in ihren Büchern Cameo-Auftritte haben.

Und träumt sie auch von ihren Büchern? „Ja, manchmal, ich mache mir dann beim Aufwachen wichtige Notizen.“ Schreiben ist für sie wie Yoga. Sie versinkt in den eigenen Geschichten, die sich erst beim Schreiben entwickeln, blendet den Alltag aus und entspannt beim Tippen, dabei hört sie epische Instrumentalmusik des Schweizers Adrian von Ziegler. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ihre Bücher sich lesen wie gute Filme: man taucht schnell in die Geschichten ein und will wissen wie sie weitergehen.   

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