Organisatoren ziehen angesichts steigender Corona-Zahlen die Reißleine
Licht aus für die Lichternacht

Münster-Wolbeck -

Was manch einer schon geahnt hatte, steht jetzt fest: Die bei den Wolbeckern beliebte „Lichternacht“ findet in diesem Jahr nicht statt. Auf das „Aus“ hatte sich bereits am Dienstag eine Mehrheit bei der Mitgliederversammlung des örtlichen Gewerbevereins verständigt, der als Veranstalter der Aktion fungiert. Jetzt bestätigte die neue Vorsitzende Heike Schapmann die Entscheidung und erläuterte auf Anfrage unserer Zeitung die Hintergründe. Hauptursache für die Absage: die steigenden Corona-Zahlen. „Aber es gibt ein Trostpflaster“, verspricht die Vorsitzende.

Freitag, 23.10.2020, 18:58 Uhr
Auf dem Platz vor der Wohnanlage Thier-Hülsmann luden beim Lichterfest im vergangenen Jahr Stände zum Essen, Trinken und Plaudern ein.
Auf dem Platz vor der Wohnanlage Thier-Hülsmann luden beim Lichterfest im vergangenen Jahr Stände zum Essen, Trinken und Plaudern ein. Foto: anh

 

Ursprünglich war das Projekt aus der Initiative einiger Geschäftsleute hervorgegangen. Unter dem Motto „Schöne Dinge für die Sinne“ luden sie viele Jahre lang zu einem besinnlichen voradventlichen Einkaufsbummel in den Ortskern ein. Später übernahm der Gewerbeverein die Organisation der Veranstaltung, die traditionell am letzten Wochenende vor dem Advent stattfindet. Nachdem die „Lichternacht“ in gewisser Weise den Weihnachtsmarkt des Gewerbevereins beerbt hatte, war die Aktion immer weiter ausgeweitet worden. So nahmen zuletzt auch viele Wolbecker Vereine sowie die Kirchen teil, es gab Stände mit vorweihnachtlichem Schmuck, Meditations- Kunst- und Malaktionen. Nachdem die Besucher bis spät in den Samstagabend hinein durch die Läden gebummelt waren, traf man sich auf dem Platz vor Thier-Hülsmann an einladenden Ständen zum Essen und Trinken.

All dies habe letztlich den Ausschlag gegeben, die Veranstaltung abzublasen, erklärt Heike Schapmann . „Was soll man tun, wenn die Menschen zuhauf in die Geschäfte strömen?“, fragt sie. Zumindest vor den Ladentüren und an den Ständen könnte es „sich knubbeln“. Angesichts steigender Corona-Zahlen würden auch im Umkreis immer mehr Veranstaltungen abgeblasen, da die Gefahr einer Infektion mit dem Virus zu hoch sei. Schapmann: „Es tut uns sehr leid, aber wir Geschäftsleute können diese Verantwortung nicht übernehmen.“

Nichtsdestotrotz werde der Ortskern bereits vor Beginn der Adventszeit festlich geschmückt, versichert Schapmann. In den Geschäften sollen Laternen leuchten, draußen geschmückte Tannenbäume vorweihnachtliche Atmosphäre verbreiten.

Und noch eine weitere Entschädigung hat sich der Gewerbeverein ausgedacht: „Erstmals wird in diesem Jahr ein adventliches Gewinnspiel stattfinden“, erläutert die Vereinsvorsitzende. Vom 21. November bis zum 23. Dezember können vorbereitete Karten mit zwölf Feldern in allen Wolbecker Geschäften abgestempelt werden – ohne jeden Kaufzwang. „Wir wollen nur, dass die Menschen die Geschäftsvielfalt im Ort kennenlernen“, erläutert Heike Schapmann. Der Verein informiert die Öffentlichkeit, sobald die Karten zur Verfügung stehen. Fertig bestempelt können sie im Hunter-Shop an der Hiltruper Straße abgegeben werden. Als Preise winken ein Rundflug über Wolbeck und weitere Gewinne.

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