Auch Wehrleute müssen auf Corona bedingte Einschränkungen reagieren
„Feuerwehr bleibt einsatzbereit“

Münster-Südost -

Das Wichtigste zuerst: „Unsere Löschzüge sind nach wie vor einsatzbereit“, erklärt Björn Middendorf. „Daran ändern auch die gegenwärtigen Einschränkungen der Übungsaktivitäten nichts“, fügt der Fachstellenleiter für die Freiwillige Feuerwehr in Münster hinzu.

Zuvor hatte es Bedenken in der Bevölkerung gegeben, da die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Angelmodde, Wolbeck und den anderen Stadtteilen Münsters zurzeit ihre regelmäßigen Übungsabende wegen der Corona-Beschränkungen ausgesetzt hatten. Bleibt die Feuerwehr trotz fehlenden Trainings einsatzbereit? Und werden Fahrzeuge und Geräte trotzdem ordnungsgemäß gewartet?, fragte sich der eine oder andere Bürger in Angelmodde und Wolbeck besorgt.

Mittwoch, 04.11.2020, 18:22 Uhr
Die Freiwillige Feuerwehr Angelmodde – hier bei einer Übung am Tag der offenen Tür – ist laut Fachstellenleiter einsatzbereit.
Die Freiwillige Feuerwehr Angelmodde – hier bei einer Übung am Tag der offenen Tür – ist laut Fachstellenleiter einsatzbereit. Foto: mlü

 

„Unser oberstes Ziel ist gerade die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft“, erläutert Middendorf . Eben deswegen gebe es bei der Feuerwehr ein dreistufiges Corona-Konzept, das landesweit eingehalten werde. Dadurch solle auf jeden Fall verhindert werden, das sich das Virus in einem Löschzug ausbreite, erklärt der Fachstellenleiter.

So laufe der normale, regelmäßige Übungsbetrieb der Freiwilligen Feuerwehren in Münster unterhalb eines Inzidenzwerts von 35. Was bedeutet, dass es in den vorangehenden sieben Tagen maximal 35 Neuinfektionen mit dem Virus pro 100 000 Einwohner gegeben hat.

Erste Einschränkungen dagegen betreffen die Löschzüge bei einem münsterischen Inzidenzwert von über 35. „Dann wird der Übungsbetrieb eingeschränkt“, erklärt Middendorf. Es fänden zwar noch Treffen statt, „aber angepasst“. Das heißt, es üben maximal sechs Personen in einer Gruppe miteinander, und die Gruppen würden nicht mehr gemischt. „So wurde in der Vergangenheit über viele Wochen hinweg trainiert und wir standen damit relativ gut da“, so Middendorf.

Inzwischen ist in Münster aber bekanntlich längst ein Inzidenzwert von über 50 erreicht. „Das bedeutet für uns, dass wir die Übungstätigkeiten einstellen mussten“, so der Fachstellenleiter. Dies sei durchaus nachvollziehbar: „Niemand mag sich vorstellen, was passieren könnte, wenn das Virus sich innerhalb der Mitglieder eines Löschzugs verbreiten würde“, so Middendorf.

Kritikern entgegnet er, man könne davon ausgehen, dass die meist erfahrenen Wehrleute zumindest einen überschaubaren Zeitraum ohne Übungsabende überbrücken könnten und trotzdem einsatzbereit blieben.

Auch was die Wartung der Geräte und Fahrzeuge angeht, könne man beruhigt sein, so Middendorf. Diese würde nach wie vor regelmäßig an einer Wache der Berufsfeuerwehr in Münster durchgeführt.

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