Förderverein schafft Beamer für das Achatiushaus an
Neue schöne Aussichten für weniger mobile Menschen

Münster-Wolbeck -

Der Förderverein schafft einen Beamer für das Achatiushaus an. Der eröffnet den Bewohnern ganz neue Perspektiven.

Mittwoch, 09.12.2020, 17:03 Uhr aktualisiert: 10.12.2020, 16:28 Uhr
Auch für die nicht mehr mobilen Menschen geeignet: Dieser neue Beamer projiziert Bilder auch an die Decke.
Auch für die nicht mehr mobilen Menschen geeignet: Dieser neue Beamer projiziert Bilder auch an die Decke. Foto: anh

Stargeiger André Rieu flimmert über die Rückwand des Saals im Achatiushaus, zarte Klänge von Geige und Orchester erklingen – das Bild aus dem Beamer erstreckt sich über wenigstens fünf Meter.

Andrea Hellgermann sowie Barbara Hoebink-Johann und Horst Saadhoff vom Förderkreis Achatiushaus präsentierten das vor drei Wochen eingetroffene Gerät. Das ist nicht preiswert, aber einfach bedienbar, vielseitig und mobil. Breit ist das Bild, überschaubar die Zahl der Knöpfe am Gerät: „Wer kann das bedienen?“, fragt Hoebink-Johann in die Runde. „Alle“, erwidert Hellgermann.

Was man sehen will, muss man auf einem USB-Stick mitbringen. Das bietet endlose Möglichkeiten. Einige Videos kann man vom Hersteller kaufen, wie das Rieu-Konzert, oder man besorgt sich Inhalte, die speziell auf Demenzkranke zugeschnitten sind. Geruhsam und eher idyllisch, naturverbunden geht es dann zu, etwa bei einem Spaziergang mit einem Hund.

Das Gerät ist auch dafür geeignet, dass Angehörige Bilder, Audio-Dateien oder Videos mitbringen. Denkbar wären auch Bilder von der aktuellen Engel-Ausstellung im Achatiushaus, meint Hellgermann.

Die Bilder sind, wie berichtet, derzeit auf den Gängen im Achatiushaus zu sehen. Aber wer im Rollstuhl sitzt, hätte über den vielseitigen Beamer einen besseren Blick. Und nicht alle sind noch mobil.

Schnell ist das neue Gerät im zweiten Stock, der Fahrstuhl macht es spielend möglich, und der Beamer projiziert Sommerliches an die Decke, während Horst Saadhoff sich testweise auf das Bett legt.

Angeschafft wurde das Gerät, das mehrere tausend Euro wert ist, durch den Förderkreis. „Da haben wir schon geschluckt“, räumt Schatzmeister Saadhoff ein. Das Gerät wurde vor dem Kauf getestet, ob es auch gut ankommt. Manch anderes teure Gerät entspricht den Fähigkeiten und Wünschen der Bewohner nicht, hat das Achatiushaus festgestellt.

Der Förderkreis zählt aktuell etwa 240 Mitglieder. Gern hätte wurde er weitere Mitglieder gewinnen und auch weitere Spenden generieren, sagt Saadhoff.

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