Kirchengemeinden probieren neue Formen aus, Weihnachten zu feiern
Das Licht von Bethlehem wurde weitergegeben

Münster-Südost -

Die Feiern zum Heiligen Abend fanden in Südost neuartige Ausdrucksformen. Zwei katholische Wortgottesdienste fanden im Innenhof des Drostenhofes statt.

Sonntag, 27.12.2020, 18:30 Uhr
Reichlich Platz war im Drostenhof.
Reichlich Platz war im Drostenhof. Foto: anh

Die Feiern zum Heiligen Abend fanden in Südost neuartige Ausdrucksformen. Zwei katholische Wortgottesdienste fanden im Innenhof des Drostenhofes statt. 100 hatten sich angemeldet, etwa 50 kamen.

So weit auseinander standen sie, mit Masken im Freien, hier Familien, dort eine alte Dame solo, dort eine Mutter mit Kinderwagen, dass Pastoralreferent Richard Schu-Schätter sie bat, doch etwas näher zu kommen. Ein Trompeter blies, Musik kam vom Band. Mit einem gemeinsamen Anheben der Kerzen entstand dem Abstand zum Trotz Verbundenheit.

Vor lebensgroßen Krippenfiguren versammelten sich auf dem Rasen von St. Agatha Familien zu mehreren Wortgottesdiensten.

Einen anderen Weg zu gehen bot die evangelische Kirche in Wolbeck an. Vor der Kirche empfingen Pfarrer Dr. Christian Plate und der Jugendbeauftragte Sören Zeise gut gelaunt die Besucher. Zum einen konnten sie sich eine Fackel zum Mitnehmen entzünden – das Feuer dazu kam vom Licht von Bethlehem aus dem Dom zu Münster.

Weil die Zeit dafür von 14 bis 18 Uhr gestreckt war, bot sich Zeit für einen persönlichen Kontakt. Möglich war auch ein Gang in die Kirche. Dort konnte man in der Ruhe die Weihnachtsgeschichte vom Band anhören. Und schließlich war ein Gang durch Wolbeck möglich, zu Stationen mit jeweils einem Stück des Lukas-Evangeliums.

Einen Präsenz-Gottesdienst gab es am Heiligabend nicht in der evangelischen Kirche, und sie blieb in den folgenden Tagen geschlossen.

Aber ein Video eines am Vorabend aufgezeichneten Weihnachts-Gottesdienstes mit Pfarrer Plate ist über evangelische-kirchengemeinde-wolbeck.de abrufbar. Verschiedene Aufzeichnungen bietet st-nikolaus-muenster.de.

Enger als sonst dem Geschehen der Weihnachtsgeschichte verbunden war auch der Stationengang, den Pfarrer Schulz am Abend von St. Agatha über den Friedhof an der Werse schließlich zu einer Krippe vor Strohballen führte, auf einen Bauernhof. An der Krippe Jesu habe es auch nicht nach Weihrauch gerochen, sagt Schulz.

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