„Duo Corretto“ aus Wolbeck nutzte den Lockdown um endlich sein Album einzuspielen
Musikalische Liebe zum Kino

Münster-Wolbeck -

Was lange währt, wird endlich gut: Seit 17 Jahren kennt man das „Duo Corretto“ aus Wolbeck. Jetzt haben Christine Rudolf und Jürgen Knautz endlich Nägel mit Köpfen gemacht und ihr erstes Album eingespielt. Das Warten hat sich gelohnt. Eine Empfehlung für Filmfreunde und Liebhaber wohltemperierter Klänge: „Cinema Paradiso“ – in Anlehnung an den bekannten Kinofilm „Nuovo Cinema Paradiso“ von Giuseppe Tornatore (1988) mit Philippe Noiret in der Hauptrolle eines alten Filmvorführers.

Mittwoch, 30.12.2020, 17:14 Uhr
Aus Liebe zum Kino: Violinistin Christine Rudolf und Gitarrist /Bassist Jürgen Knautz haben im 17. Jahr als „Duo Corretto“ endlich ihr erstes Album eingespielt: Im Lockdown entstand „Cinema Paradiso“ mit elf Filmklassikern im neuen Gewand.
Aus Liebe zum Kino: Violinistin Christine Rudolf und Gitarrist /Bassist Jürgen Knautz haben im 17. Jahr als „Duo Corretto“ endlich ihr erstes Album eingespielt: Im Lockdown entstand „Cinema Paradiso“ mit elf Filmklassikern im neuen Gewand. Foto: Peter Sauer

Das samtig weiche „Moon River“ aus dem Liebesfilm „Frühstück bei Tiffanys“ trifft auf das feurige Abenteuerpathos von „Fluch der Karibik“ und auf die wundersame magische Welt von „Harry Potter“: Nicht nur an Filmfans richtet sich „Cinema Paradiso“ – das erste, von Fans langersehnte Album des „Duo Corretto“ aus Wolbeck.

Mit kleinem Besteck, also mit Violine, Gitarre und Bass verschafft das Musikerpaar Christine Rudolf und Jürgen Knautz den bekannten Film-Scores ein spannendes Update. Gerade wem die orchestralen Hollywood-Originalmelodien immer schon zu wuchtig oder zu zuckersüß-überladen erschienen (oder mittlerweile auch zu altbacken), der ist bei dem akustischen Album der beiden Musiker vom „Duo Corretto“ bestens aufgehoben: erfrischende Leichtigkeit trifft auf bodenständiges Temperament.

„Cinema Paradiso“ ist eine klangvolle Zelluloid-Zeitreise, die gut passt zur gemütlichen Kaffeepause am Nachmittag oder zum abendlichen Runterfahren, aber auch im Verkehrsstau sehr entspannend wirken kann.

„Wir haben die CD im Lockdown selbst eingespielt und produziert. Die Fotos haben wir im Programmkino Cinema an der Warendorfer Straße zwischen den roten Klappsesseln gemacht“, sagt Jürgen, Knautz und denkt an die schönen zurückliegenden Kinoabende dort, die hoffentlich bald wieder möglich sind. „Wir beide lieben Filme sehr und da hat die Filmmusik einen wichtigen Anteil. Losgelöst vom Geschehen auf der Leinwand sorgt sie für ein eigenes Kino im Kopf.“

Und wie ergab sich die Songauswahl? „Wir haben die Songs ausgewählt, die bei unseren Konzerten am besten beim Publikum ankommen“, erläutert Christine Rudolf. „Die kultige Erkennungsmusik von „Miss Marple“ ist mit dabei, weil das mein Klingelton ist, seit ich mein erstes Handy habe und mir Jürgen bei jedem neuen Gerät den Marple-Ton immer wieder neu einstellt.“

Überregional gefragte Musiker wie Christine Rudolf (unter anderem Sinfonieorchester Münster) und Jürgen Knautz (Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel) haben durch die Corona-Pandemie mehr als 80 Prozent ihrer Auftritte verloren.

„Gerade der zweite Lockdown seit November ist ein heftiger Schlag ins Gesicht, auch weil wir als Musiker dann eigentlich Hochsaison hätten“, sagt Rudolf. „Ich habe schon Absagen für Januar bis April 2021.“ Es ist auch diese Ungewissheit, die das Musikerpaar, wie viele ihrer anderen Kollegen auch, sehr bedrückt.

„Gerade dieses Auf und Ab“, ist sehr belastend, seufzt Jürgen Knautz und nimmt einen großen Schluck seines frisch gebrühten Kaffees. „Nach dem ersten Lockdown stimmte uns der Sommer etwas optimistisch, bis der zweiter Lockdown kam und wir jetzt gar kaum noch irgendetwas planen können.“

Alle Orchester- und Bandprojekte sind weggebrochen, darunter auch mehrere Ausgaben der beliebten „Die Adam Riese Show“, bei der Jürgen Knautz in der Showband mitwirkt.

Weiterer Haken: Auftritte sind ebenso verboten wie Band-und Orchester-Proben – da können auch erfahrene Musiker aus der Übung kommen: „Auf dem Kontrabass kannst du Dir schnell Blasen holen, wenn du nach längerem Pausieren plötzlich wieder mit dem Spielen anfängst.“

Die CD „Cinema Paradiso“ gibt es bei „Buchfink“ in Wolbeck, online auf: www.geigerin.de/ und als Download bei Amazon. ITunes, Napster & Co.

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