Vor fast 200 Jahren kam es im Wigbold zu den Wirren von Wolbeck
Kirchenbänke und der „Wilde Kerl“

Münster-wolbeck -

Kaum vorstellbar, aber früher wurden Kirchenbänke vom Kirchenvorstand im Wirtshaus an bestimmte Gruppen zur Benutzung vergeben. Kein Wunder, dass dies manchmal zu Streit führte. Besonders skurril ging es in Wolbeck zu: Dort ließ ein Pfarrer, der mit dem Beschluss des Kirchenvorstands nicht einverstanden war, die Orgeltribüne mit einem Eisentor zusperren. Doch der Kirchenvorstand wusste sich zu helfen. Von Iris Sauer-Waltermann
Sonntag, 14.03.2021, 09:31 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.03.2021, 09:31 Uhr
Bernhard Karrengarn (v.l.) und Josef Leifert vom Heimatverein sitzen mit dem Schmeken-Buch vor dem Aufgang zur Orgel
Bernhard Karrengarn (v.l.) und Josef Leifert vom Heimatverein sitzen mit dem Schmeken-Buch vor dem Aufgang zur Orgel Foto: isa
Nicht immer herrschte Eintracht zwischen dem Wolbecker Pfarrer, der Gemeinde und den Bruderschaften. Im Gegenteil: Vor fast 200 Jahren begannen die „Wirren in Wolbeck“ – sprich: Die drei Parteien kreuzten über Jahrzehnte die Klingen. Und der Streit gipfelte in skurrilen Situationen. Dies alles ist nachzulesen im 28. und 29. Kapitel der „Geschichte Wolbecks“ von Heinrich Schmecken, die im vergangenen Jahr vom örtlichen Heimatverein neu herausgegeben wurde. Die Geschichte beginnt mysteriös: Etwa in den 1830er Jahren ließ sich Pastor Kerkering, der die „gut katholische Gemeinde Wolbeck“ leitete, das Statutenbuch der Nikolai-Bruderschaft zur Einsicht geben, angeblich um es an Bischof Caspar Max weiterzuleiten. Als er es zurückgab, fehlten drei Blätter. Und genau darauf waren die Rechte der Bruderschaft verzeichnet.
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