Die neuen Sprecher des AK Wolbeck zu den wichtigsten Themen der letzten Monate
Pumptrack, Jugendcliquen, Stadtteilfest

münster-Wolbeck -

Der Arbeitskreis Wolbeck beschäftigt sich mit vielen Themen, die den Stadtteil betreffen. Seit eineinhalb Jahren ist ein neues Sprecherteam im Dienst und berichtet nun von den bisherigen Erfahrungen.

Donnerstag, 18.03.2021, 17:14 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 16:47 Uhr
Der neue Sportpark des Stadtteils liegt in in Wolbeck-Nord
Der neue Sportpark des Stadtteils liegt in in Wolbeck-Nord Foto: isa

Ob es um Zoff im Stadtteil geht, um Jugendcliquen oder einfach darum, bessere Angebote für Heranwachsende zu zu machen: In all diesen Fällen engagiert sich der Arbeitskreis (AK) Wolbeck. Nachdem viele Jahr lang der – inzwischen pensionierte – Leiter des Jugendzentrums Bahnhof Wolbeck, Johannes Wüstefeld Beermann, Sprecher des AK war, gibt es seit rund eineinhalb Jahren ein neues Sprecherteam: Maren Niemeyer (VSE Kompass) übernahm die erste und Jan Helmig (BauSpielTreff Holtrode, Outlaw gGmbH) die zweite Sprecherrolle. Unsere Zeitung fragte nach ihren Erfahrungen.

Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von insgesamt 23 öffentlichen und freien Einrichtungen, darunter Kitas, Schulen, Jugendzentrum, Polizei, Jobcenter sowie verschiedenen Einrichtungen der Kinder- Jugend- und Familienhilfe. Er tagt drei bis viermal jährlich mit 15-20 Teilnehmenden. Worum geht es bei diesen Treffen?

In den Sitzungen hielten sich die verschiedenen Einrichtungen gegenseitig über ihre aktuellen Angebote und Stadtteileindrücke auf dem Laufenden, berichten die Sprecher. So bleibe man „über Bewegungen und Dynamiken im Stadtteil informiert“, Kommunikationswege funktionierten schnell und einfach.

In den vergangenen zwei Jahren beschäftigte sich der Arbeitskreis mit mehreren erfreulichen Themen, wie der Eröffnung der Grundschule Nord und des Sportparks mit dem dazugehörigen Pumptrack. Diesbezüglich zieht der AK nach gut einjähriger Nutzung ein positives Resümee: „Der Park wird insbesondere von den Kindern gut genutzt und angenommen. Seit 2020 treffen sich auch Jugendliche zunehmend an dem Platz“, so die Sprecher. Diese Entwicklung freue die Arbeitskreismitglieder sehr.

Aber das Gremium setzte sich auch mit herausfordernden Themen auseinander, wie mehrfachen Einbrüchen im Bahnhof Wolbeck, sowie dem Umgang mit zwei delinquenten Jugendcliquen, die für viel Unruhe im Stadtteil sorgten. „Hier konnten im Arbeitskreis wichtige Kooperationen geschlossen und Lösungsstrategien entwickelt werden, sodass sich die Lage seit etwa einem Jahr beruhigt hat“, so das Sprecherteam.

Für zukünftige Arbeitskreistreffen seien unter anderem Fachvorträge zu den Themen Ausgrenzung und Rassismus geplant. Und es bestehe die Überlegung, ein gemeinschaftliches Stadtteilfest für die Wolbecker Bürger zu organisieren, an dem sich alle Einrichtungen des Stadtteils beteiligen können.

Natürlich hat im vergangenen Jahr auch im Arbeitskreis das Thema Covid-19 eine große Rolle gespielt. „Die Pandemie stellte sämtliche Einrichtungen immer wieder vor die Aufgabe, ihr Regelangebot zu verändern“, so Maren Niemeyer und Jan Helmig.

Es kam die Sorge zum Ausdruck, dass gerade sozial benachteiligte Familien die Pandemie besonders hart treffe. Dieses Thema behalte man im Blick. Ein großes Lob sprechen alle Einrichtungen den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils aus: „Danke für euren sehr sensiblen und achtsamen Umgang mit der Pandemie!“

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