Münsterland
Betonfabrik immer nebenan

Montag, 28.07.2008, 19:07 Uhr

Rheine. Sie ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Ost und West: Die Autobahn 30. Rund 31 000 Fahrzeuge, davon etwa 10 000 Lastwagen, passieren täglich die Fernstraße im nördlichen Münsterland – und fordern nun ihren Tribut: Zwischen den Abfahrten Rheine-Nord und Rheine-Kanalhafen wird die Fahrbahndecke auf einer Länge von fast zehn Kilometern erneuert. Vor allem der Schwerlastverkehr habe der Straße zugesetzt, sagt Bauleiter Horst Schenkel von Straßen-NRW.

Die letzte Sanierung liegt nach Auskunft des Landesbetriebs rund 20 Jahre zurück. „Damals hat man noch nicht mit einem solch hohen Verkehrsaufkommen gerechnet“, sagt Schenkel. Vor allem für die schweren Lastwagen sei die Straße nicht ausgelegt.

Um die Bauarbeiten möglichst schnell und reibungslos über die Bühne zu bringen, hat der Landesbetrieb direkt an der Autobahn eine Brecher- und Betonmischanlage installiert. Der alte Belag wird dort zerkleinert und für den Standstreifen wiederverwendet. Außerdem wird dort der neuartige „Flüsterbeton“ produziert, der künftig die Lärmbelastung entlang der Autobahn vermindern soll. 14 Millionen Euro kosten die Bauarbeiten im Norden Rheines.

Während der Sanierung der Strecke werden riesige Mengen Material bewegt. Die beiden Anschlussstellen „Rheine“ und „Rheine-Kanalhafen“ mussten zeitweise gesperrt werden.

Beschwerden wegen des Lärms, vor allem verursacht durch die riesige Brecheranlage, habe es noch nicht gegeben, ist Schenkel erleichtert. Lediglich einmal habe sich eine Firma eines nahe gelegenen Industriegebietes über Erschütterungen mokiert. Auch Arbeitsunfälle oder sonstige Zwischenfälle habe es bisher nicht gegeben.

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