Münsterland
Vainstream-Rockfest 2009: Der schwarze Ball

Sonntag, 25.12.2011, 21:12 Uhr

Münster - Das Vainstream-Rockfest ist der Ball für die Schwarzgekleideten. Ihre T-Shirts sind alle ähnlich: Vorne stehen das Emblem, der Schriftzug der Lieblingsband und hinten meistens die Tourneedaten. Bevorzugt findet sich der Name der Bands auf den Shirts, die beim Vainstream 2009 auftreten. Am besten haben sich - laut Merchandising - am Freitag und Samstag die T-Shirts der Metalcore-Band Parkway Drive verkauft.

„Das Vainstream etabliert sich mit jedem Jahr mehr zu einer echten Institution“, sagt Ingo Knollmann, Sänger der münsterischen Punkband Donots, der auch die Festival-Logistik lobt. Insbesondere für diejenigen, die gerne auch zum Wacken Open Air fahren würden, denen das Ticket und die Anreise zum größten Heavy-Metal-Festival aber zu teuer ist.

Das Vainstream-Rockfest präsentiert sich in seiner vierten Auflage erstmals zweitägig. Auf den beiden nebeneinander stehenden Bühnen bieten 28 Bands Metal, Punk und Hardcore. Mit K.I.Z. aus Berlin ist sogar ein Hip-Hop-Act dazwischen. Es kann passieren, dass auf der linken Bühne noch gespielt wird, während auf der größeren rechten der Soundcheck stattfindet. Das scheint weder jemanden zu stören noch jemand zu hören.

Der Ausdruckstanz der Fans ist der Pogo, also das Schubsen und Springen vor der Bühne. Und das Crowdsurfen, sich rück- oder bäuchlings über die Menschenmassen transportieren zu lassen. Dabei passiert schon mal etwas. Oder wenn aufgrund der Hitze angetrunkene Jugendliche kollabieren. Über hundert Verletzte werden an beiden Tagen von den Johannitern bestens versorgt.

Die Security an der Bühnenabsperrung hat viel zu tun. Reihenweise werden die Fans nach vorne gereicht, um dann durch den Fotograben direkt wieder in die Massen zu sprinten. Es wird geschwitzt. Erfrischungen gibt es per Wasserschlauch oder am Brunnen vor den Hawerkamp-Toren. Kühlung bringt am Freitagnachmittag das Gewitter. Nass ist gut, egal ob durch Schweiß oder Regen. Trotz Alkohol, Adrenalin und Aggression, verläuft die Veranstaltung, die mit 16.000 Besuchern ausverkauft war, friedlich.

Zu den musikalischen Highlights gehören am Freitag Suicidal Tendencies. Ihr Sänger Mike Muir, genannt Cyco Miko, übt mit seinem Mikrofon Schattenboxen und jagt über die Bühne. Auch am Samstag setzen eher die Bands Akzente, die sich dem Hardcore „verschrien“ haben. Allen voran die Australier Parkway Drive und die amerikanische Band Terror. Weiß geschminkt und mit großem Getöse beenden die Norweger Dimmu Borgir das Festival. Ihr theatralischer Dark-Metal kommt aber nicht bei jedem Besucher gut an. Viele machen sich bereits auf den Heimweg. Überzeugen konnten dagegen Muff Potter aus Münster. Bei ihrem Auftritt flogen aufblasbare schwarze Bälle in der Größe von Basketbällen auf die Bühne. Das macht das Ganze doch richtig rund.

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