Münsterland
Erlegt im heimischen Wald

Billerbeck - „Einmal über die Straße?“ Stephan Siemon, Küchenchef aus dem „Deutschen Herd“ in Greven, marschiert los. Seinen Hirschrücken im Wirsingmantel balanciert er sachte über den Asphalt. Genauso wie vier weitere Küchenchefs ihre Teller mit Wild-Spezialitäten. „Wir machen alles mit fürs gute Foto“, merkt Thomas Kliewe vom Ho­tel „Westfälischer Hof“ in Beckum an. Das...

Montag, 02.11.2009, 18:11 Uhr

Billerbeck - „Einmal über die Straße?“ Stephan Siemon , Küchenchef aus dem „Deutschen Herd“ in Greven, marschiert los. Seinen Hirschrücken im Wirsingmantel balanciert er sachte über den Asphalt. Genauso wie vier weitere Küchenchefs ihre Teller mit Wild-Spezialitäten. „Wir machen alles mit fürs gute Foto“, merkt Thomas Kliewe vom Ho­tel „Westfälischer Hof“ in Beckum an. Das Schmunzeln will er sich gar nicht erst verkneifen.

Gestern Morgen ging es auf der Billerbecker Weissenburg um „Wild in der Küche“. Beim Pressetermin der Veranstalter „Regionale Speisekarte - So schmeckt das Münsterland “ sollte auf heimisches Wildfleisch aufmerksam gemacht werden. „Wenn wir über regionale Produkte reden, kommen wir an Reh, Hirsch oder Fasan nicht vorbei“, betonte Gastgeber Tinus Niehoff.

Er gehört zu 60 Gastronomen, die dem Verbund der „Regionalen Speisekarte“ angehören. Seit 2007 setzen sie darauf, Produkte aus der Region zu verarbeiten. „Zu unserem neu belebten Wirtschaftskreislauf gehören schon 75 registrierte Lieferanten“, informierte die Geschäftsstellenleiterin der Dehoga Westfalen, Andrea Franiel. Wer dem Verbund angehört, garantiert, dass die regionalen Gerichte zu 80 Prozent mit Zutaten aus dem Münsterland zubereitet werden. Das Wild wurde folglich im heimischen Wald erlegt.

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