Münsterland
Roma in das Kosovo abgeschoben

Mittwoch, 17.03.2010, 18:03 Uhr

Münsterland - Im Zusammenhang mit einer groß angelegten Abschiebung sind am Mittwoch 89 Menschen aus NRW in das Kosovo abgeschoben worden. Dabei handelte es sich vor allem um Roma und Ashkali, eine ethnische Minderheit im Kosovo.

Nach Angaben der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) befanden sich darunter auch Flüchtlinge aus Ahaus, Coesfeld, Ibbenbüren, Gronau, Bocholt und Lünen. Das geht nach Angaben der GGUA aus der Flugliste hervor, auf der jedoch nur die Geburtsorte der Abgeschobenen verzeichnet waren.

„Es mag sein, dass unter den Personen auch solche dabei waren, die im Kreis Coesfeld geboren sind“, sagte Behördensprecher Christoph Hüsing auf Nachfrage. „Jemand, der aktuell im Kreis Coesfeld lebt, ist nicht darunter gewesen.“

Als „Ergebnis rechtskräftig entschiedener Verfahren“ hat der Kreis Borken die gestrige Abschiebung einer siebenköpfigen Familie aus Ahaus in das Kosovo bezeichnet. Eine Familie aus Heek, die ebenfalls nach Pristina abgeschoben werden sollte, habe man nicht angetroffen, so Kreispressesprecher Karlheinz Gördes . Diese Familie habe eine Ausreisefrist von 14 Tagen bekommen.

Im Kreis Steinfurt wurde eine Familie mit sieben Kindern abgeschoben, die in Ibbenbüren lebte. „Das lief völlig unspektakulär ab“, sagte Kreissprecherin Kirsten Weßling. Auch aus Beckum (Kreis Warendorf) wurde eine sechsköpfige Familie in das Kosovo abgeschoben. Sie war 1999 in den Kreis Warendorf gezogen.

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