Arbeitsmarkt
Neues Ausbildungsprojekt in der Grenzregion geht an den Start

Dienstag, 22.03.2011, 18:49 Uhr

Bocholt/ Aalten - In Deutschland leben, in den Niederlanden arbeiten - für junge Leute in der Grenzregion gibt es berufliche Perspektiven in beiden Ländern.

Ein neues Projekt, an dem das Berufskolleg Bocholt-West, die Verbundschule Isselburg und das Christelijk College Schaersvoorde in Aalten beteiligt sind, will nun dazu beitragen, einen gemeinsamen Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region zu schaffen. Gestern startete das Projekt „Grenzüberschreitende Berufsförderung“.

Die Schule in Aalten ist in Sachen Berufsorientierung gut vernetzt: Mit rund 80 Betrieben aus der Region arbeitet sie zusammen. „Und auch von den Unternehmen kam die Frage auf, ob man nicht grenzübergreifend arbeiten könnte“, erzählt Wim Meijnen , der in der Schulleitung des Colleges für Projekte zuständig ist.

Drei Jahre hat es von den ersten Überlegungen bis zum gestrigen Auftakt des Projektes gedauert, das in Zu­sam­menar­beit mit der Euregio, dem Kreis Borken und der niederländischen Sprachuni­on „Ne­derlandse Taalunie“ umgesetzt wurde.

Von den gut ausgestatteten Werkstattbereichen der Schule in Aalten profitieren nun auch die Schüler aus dem Kreis Borken. Sie sammeln erste Erfahrungen in den Berufsfeldern Metall, Bauwesen, Elektrotechnik, Pflege oder Landwirtschaft.

In der Pilotphase bis zu den Sommerferien kommen noch sechs Mal Schüler der Verbundschule Isselburg nach Aalten. Gemeinsam mit niederländischen Schülern bilden sie während des Unterrichts ein Tandem.

Auch für spätere Praktika sollen die Teams bestehen bleiben. „Durch das gemeinsame Arbeiten wird ganz ne­benher die Sprachkompetenz vertieft“, sagt Meijnen.

Durch das gemeinsame Arbeiten wird ganz ne­benher die Sprachkompetenz vertief

Ab dem kommenden Schuljahr kommen Achtklässler aus Isselburg einen Nachmittag pro Woche nach Aalten. Meijnen: „Ein nächster Schritt soll es dann sein, dass unsere Schüler Unterricht in Isselburg mitmachen.“

Am Berufskolleg Bocholt-West können die Aaltener Schüler erste Berufserfahrungen im Friseur- und im Malerhandwerk sammeln. Die Bocholter Berufsschüler lernen im Nachbarland den Umgang mit den computergesteuerten Drehbänken.

Das Projekt läuft erst einmal über ein Jahr. Wim Meijnen hofft, dass es auch danach weitergeht. „Wir wollen erneut Förderung beantragen“, sagt Meijnen.

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