Münsterland
Revision

Dienstag, 08.03.2011, 20:03 Uhr

„Die Beweiswürdigung hält sachlich-rechtlicher Nachprüfung nicht stand.“ Zu diesem Schluss kam der Bundesgerichtshof (BGH) im August und hob daraufhin ein Urteil des Landgerichts Münster von Oktober 2009 teilweise auf. Damit gab er Revisionen der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers statt. Die Folge: Das Landgericht muss den Prozess um den Mordanschlag auf einen 46-jährigen Südkirchener Viehhändler neu aufrollen.

Bestand hat die Verurteilung eines der beiden damaligen Angeklagten: Er verbüßt wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eine Strafe von elfeinhalb Jahren. Hingegen muss sich ein 59-jähriger Warendorfer Viehkaufmann nochmals vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, den Täter zum Mordanschlag angestiftet zu haben. 2009 hatte die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft für den Warendorfer beantragt, das Gericht aber sprach ihn mangels hinreichender Beweise frei. Der BGH bemängelte in seinem Urteil insbesondere, das Landgericht habe die Kontakte zwischen den Angeklagten vor und nach der Tat nicht ausreichend gewürdigt. -kafi-

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