Studie
Münster ist die Stadt der Fahrraddiebe

Dienstag, 22.11.2011, 19:11 Uhr

Münster - Münster bleibt die Stadt mit den meisten Fahrraddiebstählen. Laut einer Studie des Verbraucherportals www.geld.de wurden im Jahr 2010 pro 100 000 Einwohner 1828 Drahtesel geklaut. Das ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Spitzenwert.

Immerhin: im Vergleich zu 2009 ist die Zahl der Diebstähle um sieben Prozent gesunken. Damals waren es noch 1971 gestohlene Drahtesel pro 100 000 Einwohner. Für den Titel Fahrradklau-Hochburg reichte es dennoch. Auf Platz zwei liegt die Schweizer Hauptstadt Bern (1826 Diebstähle pro 100 000 Einwohner), gefolgt von Oldenburg (1521), Basel (1502) und Celle (1361). Insgesamt kamen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Angaben von Geld.de mehr als 360 000 Fietsen abhanden.

Dass in Münster besonders häufig Fahrradschlösser geknackt werden, hat wohl mit der Tatsache zu tun, dass an jeder Straßenecke überdurchschnittlich viele Drahtesel herumstehen. Nach Angaben der Polizei gibt es in der Fahrradstadt rund 500 000 unmotorisierte Zweiräder. Ein Paradies für Langfinger.

Im Vergleich zu Münster ist die Zahl der Fahrräder, die 2010 in Remscheid im Bergischen Land geklaut wurden, lachhaft. Laut der Geld.de-Studie kamen in der 110 000-Einwohner-Stadt insgesamt nur 40 Drahtesel abhanden. Damit verdient Remscheid den Titel „Sicherste Stadt für Fahrradbesitzer“. Weitere Städte in denen Fahrraddiebstähle Seltenheitswert haben sind Wuppertal, (59 Diebstähle pro 100 000 Einwohner), Stuttgart (139) und Bochum (171).

Die Auftraggeber der Studie haben in den jeweiligen Städten auch nach der Aufklärungsquote gefragt. Hier liegt Balingen ganz oben. In der baden-württembergischen Stadt erwischt die Polizei 60 Prozent aller Drahteseldiebe. Am schlechtesten ist die Quote im österreichischen Salzburg. Die dortige Polizei klärt nur ein Prozent aller Fahrraddiebstähle auf. Münster hat eine Aufklärungsquote von zehn Prozent.

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