Hochbunker an der Ottostraße
Nach ungeplanter Detonation: Sprengarbeiten im Bunker ruhen vorerst

Freitag, 06.01.2012, 13:01 Uhr

Münster - Einen Tag nach der folgenschweren Detonation im Hochbunker an der Ottostraße in Münster werden die Sprengarbeiten vorerst ausgesetzt. Darauf haben sich am Freitagvormittag Vertreter der Bezirksregierung, der Roxeler Baufirma Schlattmann sowie der Thüringer Sprenggesellschaft verständigt. Ein Gutachter soll sich zunächst noch ein Bild der Geschehnisse machen. Allerdings könnten die Sprengarbeiten schon Mitte der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben von Jörg Flossbach von der Bezirksregierung führte eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ zu der Detonation, die am Donnerstag entgegen der Planungen ein rund zwei mal zwei Meter großes Loch in die Betonwand des Bunders gerissen hatte. Dabei waren an den gegenüberliegenden Nachbarhäusern Scheiben zu Bruch gegangen.

In der zwei Meter dicken Bunkerwand waren entgegen der Annahme offenbar keine durchgängigen Stahlverstrebungen, die die Wand festigten. Außerdem, so heißt, habe eine mit Dachpappe ausgefüllte Dehnungsfuge nicht genug Widerstand bieten können.

Eigentlich soll die Bunkerwand von innen mittels der Sprengungen geschwächt werden. Später soll ein Bagger von außen das Gebäude abreißen. An dieser Stelle sind drei Stadthäuser geplant.

Bei den weiteren Sprengarbeiten soll geprüft werden, ob möglicherweise die Bohrlöcher nicht mehr ganz so tief in die Wand getrieben werden. Auch der Abstand zu den Fugen soll vergrößert werden.

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