Rechte wollen in Münster marschieren
Bei der Polizei wurden bislang zwei Gegendemonstrationen angemeldet

Münster -

Vermutlich wird die Polizei in Münster am 3. März alle Hände voll zu tun bekommen – und insgeheim froh sein, wenn der Tag vorbei ist. Für den 3. März haben Neonazis in Münster ei­ne Kundgebung angemeldet. Und obwohl bislang noch gar nicht entschieden ist, ob die Veranstaltung genehmigt wird, laufen bei der Polizei die Vorbereitungen. Schließlich steht immer dann, wenn Rechtsextreme aufmarschieren, handfester Ärger ins Haus, der – das lehrt die Erfahrung – in der Regel von linksradikalen Ge­gen­de­mon­s­tranten ausgeht.

Montag, 09.01.2012, 15:01 Uhr

Die Polizei hält sich bei dem, was kommt, und noch mehr bei jenem, was zu befürchten ist, sehr bedeckt. Ja, es sei korrekt, dass eine Einzelperson für diesen Tag eine „Versam­mlung unter freiem Himmel in Münster“ angemeldet habe, bestätigt Polizei

sprecher Jan Schabacker . Darüber

hinaus lägen

der Polizei zwei Versammlungsanmeldungen der

Gegenseite vor. Dabei handelt es sich einmal um eine Kundgebung der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten“ sowie einen Aufzug des „Akti­onsbündnisses ge­gen den Krieg“.

Auf ihre Homepage erklären die münsterischen Neonazis den Grund für die De­monstration, die von der Po­lizei kaum zu verbieten sein wird: Die Extremisten gehen auf die Straße, um für den Austritt aus der Nato, der EU und den Vereinten Nationen zu demonstrieren. Die Person, die den Aufmarsch angemeldet hat, ist diesbezüglich schon mehrfach in Erscheinung getreten. Organisiert werden soll der Aufmarsch von Neonazis aus Ahlen, Hamm und Münster.

Wie viele Rechte am 3. März wo durch Münster ziehen, ist derzeit noch unklar. „Unser Haus hat noch keinen Kontakt zum Anmelder aufgenommen“, erklärt die Polizei. Dem Vernehmen nach könnten es bis zu 200 Neonazis werden. Die Zahl der Gegendemonstranten dürfte um einiges höher liegen. Wie gesagt: Die Polizei wird vermutlich alle Hände voll zu tun bekommen.

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