Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Nächsten Mittwoch streiken auch die Kindergärtnerinnen

Münsterland - Kommenden Mittwoch (21. März) werden viele Münsteraner wieder die Folgen eines Warnstreik der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu spüren bekommen. Diesmal sind auch die städtischen Kitas in den ganztägigen Ausstand einbezogen, kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Davon betroffen sind die 28 städtischen Kindertageseinrichtungen

Freitag, 16.03.2012, 14:03 Uhr

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft : Nächsten Mittwoch streiken auch die Kindergärtnerinnen
Streik des öffentlichen Dienstes für 6 Prozent mehr Lohn. Foto: Oliver Werner

Auch die Mitarbeiter in den Hallenbädern und der Stadtbücherei sind diesmal zum Warnstreik aufgerufen. Einbezogen ist auch die Klinik des Landschaftsverbandes, deren Beschäftigte streiken sollen. Wie bereits am Mittwoch vergangener Woche, sollen nach dem Willen  von Verdi erneut die Busfahrer der Stadtwerke und die Müllwerker der Abfallwirtschaftsbetriebe die Arbeit ruhen lassen.

Der Grund: Verdi fordert höhere Gehälter. „Die Trickserei der Arbeitge-ber, die uns lächerliche 1,77 Prozent pro Jahr als 3,3 Prozent unterschieben wollen, ist unerträglich“, erklärte Geschäftsführer Bernd Bajohr .

Aufgerufen zum jeweils ganztägigen Warnstreik werden insbesondere:

- Der öffentliche Personennahverkehr (Verkehrsbetriebe Stadtwerke Münster und Regionalverkehre (RVM) Münsterland )

- Die Beschäftigten der kommunalen Kindertageseinrichtungen in Ahlen und Münster ,

- Die Müllentsorgung und Straßenreinigung in Ahlen, Bocholt, Ibbenbüren, Münster und Rheine

- Beschäftigte in den Hallenbädern, Schulhausmeister, öffentlichen Bibliotheken sowie den bürgernahen Verwaltungsbereichen der Städte Ahlen, Bocholt, Ibbenbüren, Münster und Rheine

- Beschäftigte der Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Lengerich und Münster

- Beschäftigte des Wasser- und Schiffahrtsamtes (Schleusen) sowie Beschäftigte des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Münster.

Umfrage: Sind Sie vom Streik betroffen?

Einer ZDF-Umfrage zufolge unterstützen rund 68 Prozent der Bevölkerung die Forderung der Gewerkschaften. „Wir bitten um Verständnis, dass ein Streik im öffentlichen Dienst nicht ohne Einschränkungen möglich ist“, so Bajohr. „Die Alternative wäre kollektives Betteln - das Ergebnis mit Sicherheit Null Prozent, und nicht die gerechte Erhöhung der Gehälter.“

ver.di fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommune eine Entgelt- und Besoldungserhöhung von 6,5 Prozent für 12 Monate. Als soziale Komponente soll die Erhöhung mindestens 200 Euro monatlich betragen. Außerdem will die Gewerkschaft, dass Auszubildende unbefristet übernommen und die Ausbildungsvergütung um 100 Euro erhöht werden.

Verdi streikt – Münsteraner bleiben gelassen

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