Pläne für neues Naturschutzgebiet
Debatte um einstige Truppenübungsplätze

Dülmen -

Noch steht der genaue Abzugstermin der britischen Streitkräfte nicht fest. Angepeilt ist er für 2020. Aber schon jetzt ist ein Streit um die künftige Nutzung ihrer Truppenübungsplätze entbrannt. Im Grenz-Dreieck der Kreise Coesfeld, Recklinghausen und Borken gibt es gleich zwei solcher Plätze, auf denen sich gerade auch wegen der militärischen Nutzung viele seltene Pflanzen und Tiere erhalten konnten.

Freitag, 24.08.2012, 11:08 Uhr

Pläne für neues Naturschutzgebiet : Debatte um einstige Truppenübungsplätze
Der Flugplatz Borkenberge nahe des Naturschutzgebietes Borkenberge Foto: rau

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat gestern in Dülmen Pläne vorgestellt, diese Plätze unter Einbeziehung des Teichgutes bei Hausdülmen und weiterer angrenzender Flächen miteinander zu verknüpfen und dauerhaft als „Nationales Naturerbe“ zu sichern. 30 Quadratkilometer soll das Schutzgebiet „Münsterländer Heidemoore“ umfassen, in dem künftig wilde Pferde- und Rinderherden umherziehen könnten.

Mit diesen Plänen setzt der BUND einen Kontrapunkt zu anderen Bestrebungen, Teilflächen landwirtschaftlich zu nutzen, Quarzsand abzubauen beziehungsweise das Naherholungsgebiet am Halterner Stausee zu erweitern. Im Naturschutzgebiet Borkenberge, klagte BUND-Landesvorsitzender Paul Kröfges, seien bereits illegal Heiden und Sandmagerrasen mit großen Mengen Gülle in Intensivgrünland umgewandelt worden, ohne dass die zuständigen Kreis-Behörden eingeschritten seien.

Der Landesverband habe jetzt Landes-Umweltminister Remmel angeschrieben, um dem Einhalt zu gebieten. „Es ist noch nicht zu spät, dass sich Teile der Heideflächen erholen könnten.“ Auf Bundesebene will der BUND versuchen zu erreichen, dass Fördermittel zum Erhalt des „Nationalen Naturerbes“ zur Verfügung gestellt werden.

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