Kreis Steinfurt
Emotionale Debatten

Agnes Miegel – eine Hitler-Verehrerin. Karl Wagenfeld – 1939 gestorbener Gründer des Westfälischen Heimatbundes und von den Nazis ob seiner ideologischen Nähe hochgeehrt. Hermann Stehr, Friedrich Castelle – „Heimatdichter“, die tatsächlich Rassisten und Verherrlicher der Nazi-Ideologie waren. Diese Wertungen sind eigentlich unstrittig, und dennoch gab und gibt es im vielen Gemeinden im Kreis Steinfurt äußerst emotionale Diskussionen um die Umbenennung. Die Anlieger scheint der Nazi-Hintergrund in den wenigsten Fällen zu stören, sie scheuen Kosten und Aufwand einer Adressänderung. So wandten sich in Neuenkirchen Bürger bis an den Petitionsausschuss des Landtags, um die Agnes-Miegel-Straße zu behalten – vergeblich. Sie wurde in Anne-Frank-Straße umbenannt.

Samstag, 08.09.2012, 08:09 Uhr

In Emsdetten, Ibbenbüren und Laer wurde aus der Karl-Wagenfeld die Wilhelm-Wagenfeld-Straße, benannt nach einem Bauhaus- Designer. In Neuenkirchen / St. Arnold wurden die Wagenfeld-und die Castelle-Straße in Erich-Kästner-Straße und Kantstraße umbenannt, in Metelen wurde die Wagenfeld-Straße zum Josefsweg, in Greven zur Theodor-Storm-Straße. In Nordwalde läuft die Diskussion noch, ebenso in Steinfurt , wo es um Wagenfeld , Stehr und Castelle geht. Auch hier wehren sich die meisten Anlieger gegen eine Umbenennung, während es in der Politik starke Befürworter gibt, endlich mit der Ehrung von ausgewiesenen Nazi-Sympathisanten zu brechen. gir

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