43-Jähriger schmeißt Feuerlöscher durchs Abteil
Randale im Intercity 2307 zwischen Münster und Dortmund

Münster/Dortmund. Randale im Intercity zwischen Münster und Dortmund: Ein 43-jähriger Mann aus Berlin randalierte am Freitagabend im Intercity zwischen Münster und Dortmund so stark, dass der Zug außerplanmäßig halten musste. Der Mann versetzte zahlreiche Bahnreisende in Angst und Schrecken. Der Berliner griff mehrere Reisende und das Zugpersonal an, schlug Scheiben ein und demolierte eine Zugtoilette. Beamte der Polizei Dortmund nahmen den alkoholisierten Mann fest und lieferten ihn in eine geschlossene Abteilung eines Krankenhauses ein.

Samstag, 24.11.2012, 22:11 Uhr

Der Intercity 2307 war auf dem Weg nach Dortmund als er in Lünen unplanmäßig halten musste. Grund war der 43-Jährige, der nach Abfahrt des IC in Münster durch den Zug lief und mehrere Reisende ansprach und nach seiner verschwundenen Tasche fragte. Das Zugpersonal half dem Mann. Seine Tasche stand an seinem Sitzplatz, berichtet die Bundespolizei.

Laptop zerstört

Danach lief der Berliner erneut durch die Zugabteile, schrie lauthals und nahm Reisenden Getränke weg, um sie selbst zu trinken. Eine leere Glasflasche warf der Mann, ohne Rücksicht auf Reisende, quer durch das Zugabteil. Ein Mitarbeiter des Zugpersonals, der den Mann zur Ordnung rufen wollte, wurde von dem 43-Jährigen am Hals gewürgt. Anschließend riss der Mann eine Keramiksicherung aus einer technischen Anlage des Zuges und schlug damit ein Abteilfenster ein. Auch vor einem Laptop eines Reisenden machte er keinen Halt und zerstörte auch diesen mit der Sicherung.

 

zerstoertezwischentuerscheiben

Reisende in Panik

Andere Reisende gerieten laut Bundespolizei in Panik und flüchteten in ein anderes Abteil. Ein Mitarbeiter des Zugpersonals verriegelte die automatische Glasschiebetür des Abteils in dem sich der Berliner befand. Im Abteil wütete der Mann weiter und warf einen Feuerlöscher, der zur Abteilausstattung gehörte, durch ein Abteilfenster. Anschließend zog er auf Höhe Werne die Notbremse. Nachdem der Zug wieder fuhr, hielt er außerplanmäßig im Bahnhof Lünen. Dort nahmen Beamte der Polizei Dortmund den Mann vorläufig fest. Er wurde später in eine geschlossene Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert.

dichtgummiabteilscheiben

Die Bundespolizei sicherte Spuren im Zug, nahm die Schäden auf und vernahm Reisende. Auf Grund mehrer eingeschlagener Abteilscheiben, muss der Zug jetzt in einem Betriebswerk wieder in Stand gesetzt werden.

Gegen den polizeibekannten Berliner wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen und Beleidigung eingeleitet.

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