Bischof Genn zelebriert Pontifikalrequiem
Weihbischof Demming beigesetzt

Münster - In einem Pontifikalrequiem in der Überwasserkirche hat das Bistum Münster am Donnerstag Abschied von Weihbischof Alfons Demming genommen. Der frühere Regionalbischof der Bistumsregion Steinfurt/Borken fand seine letzte Ruhestätte auf dem Domherrenfriedhof neben dem 2001 verstorbenen Domkapitular Paul Wesemann. Demming war am 31. Oktober im Alter von 84 Jahren verstorben.

Donnerstag, 08.11.2012, 19:11 Uhr

Bischof Genn zelebriert Pontifikalrequiem : Weihbischof Demming beigesetzt
In einem Pontifikalrequiem unter der Leitung von Bischof Felix Genn in der Überwasserkirche hat das Bistum Münster am Donnerstag Abschied von Weihbischof Alfons Demming genommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Dem Begräbnisgottesdienst stand Bischof Felix Genn vor; Konzelebranten waren Bischof em. Reinhard Lettmann, die fünf Regionalbischöfe der Diözese, Dieter Geerlings, Christoph Hegge, Wilfried Theising, Heinrich Timmerevers und Stefan Zekorn, sowie die emeritierten Weihbischöfe. Dompropst Josef Alfers verlas zu Beginn des Gottesdienstes ein Kondolenzschreiben von Papst Benedikt XVI. an Bischof Genn: „Weihbischof Demming war stets Pastor, Hirte und Seelsorger mit ganzem Herzen, der den Menschen die Freude, die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes verkündete“, heißt es in dem von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone übermittelten Brief: „Jesus Christus, der gute Hirte, vergelte ihm sein reiches Wirken und schenke ihm das Leben in Fülle in der Gemeinschaft der Heiligen.“

In seiner Predigt würdigte Bischof Genn laut einer Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle Münster den Verstorbenen als einen Mitbruder, für dessen priesterliches und bischöfliches Wirken die „Bereitschaft“, sich in den Dienst nehmen zu lassen, charakteristisch gewesen sei: besonders als Leiter des Piuskollegs in Coesfeld, als Pfarrer in Altenberge, schließlich als Weihbischof für die Bistumsregion Steinfurt-Borken.

Demming sei auf seinen zahlreichen Besuchsreisen landauf, landab in den Gemeinden des Bistums nicht müde geworden, den Menschen in allen Unsicherheiten und Ängsten, Dunkelheiten und Bedrohungen „die Freude anzusagen, dass Gott sein Volk nicht allein lässt, dass er ihm den Aufbruch zumutet, aber zugleich an seiner Seite steht“.

Der Bischof sagte weiterhin: „Dabei bewahrte er sich die Grundhaltung eines Mannes, der von seinen Eltern gelernt hat, was Wachstum bedeutet, sich anzustrengen, als ob alles von einem selbst abhinge, zugleich aber auch zu wissen, dass Wachstum Zeit braucht, und es Dinge gibt, Entwicklungen und Wirklichkeiten, die man getrost Gott überlassen kann.“ Alfons Demming habe im Blick auf das, was er geglaubt und aus dem Glauben verkündet habe, gelassen die Zukunft in der Perspektive gesehen, die der Glaube „im Angesicht des Todes“ eröffne.

Zu Beginn des Gottesdienstes war der Sarg mit dem Leichnam von Bischof und Domkapitel am Hauptportal von Liebfrauen Überwasser empfangen und zum Chor geleitet worden. Unter den nach Münster gereisten bischöflichen Mitbrüdern des Verstorbenen waren u. a. die aus dem Bistum stammenden Bischöfe Heinrich Mussinghoff (Aachen), Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg) und Werner Thissen (Hamburg) sowie Altbischof Franz Kamphaus (Limburg).

Die Kollekte kommt auf Wunsch des Verstorbenen der von ihm gegründeten Stiftung „Afrikahilfe“ zugute. Die Fürbitten in dem Requiem sprachen Vertreter der früheren Wirkungskreise des Verstorbenen: aus den Kreisdekanaten Borken und Steinfurt , der Jugendburg Gemen und der Afrikahilfe.

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