Demografischen Wandel im Blick
Kirchensteuereinnahmen bleiben konstant - Bistum legt ausgeglichenen Haushalt vor

Münster -

Eine relativ kon­stante Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen macht es dem Bistum Münster eigenen Angaben zufolge möglich, einen ausgeglichenen Haushalt für das Jahr 2013 vorzulegen. Allerdings muss die Diözesanverwaltung eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,9 Millionen Euro einplanen. Angesichts vieler Unabwägbarkeiten im Wirtschafts- und Finanzsektor will das Bistum seinen Etat „mit Augenmaß führen, um sich auf die sich abzeichnenden Auswirkungen des demografischen Wandels einzustellen“, teilte die Bischöfliche Pressestelle jetzt in Münster mit.

Montag, 17.12.2012, 09:12 Uhr

Demografischen Wandel im Blick : Kirchensteuereinnahmen bleiben konstant - Bistum legt ausgeglichenen Haushalt vor
Foto: Stadt Münster

Der vom Kirchensteuerrat verabschiedete Bistumshaushalt 2013 (NRW-Teil) erreiche ein Volumen von rund 403,6 Millionen Euro und steige damit gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent. Einen besonderen Akzent möchte die Diözesanverwaltung mit verbesserten Dienstleistungen für die Pfarrgemeinden setzen, die jetzt in einer neuen Abteilung des Bischöflichen Generalvikariats gebündelt wurden.

Wichtigste Einnahmequelle für den Bistumshaushalt sei unverändert die Kirchensteuer: Ihr Finanzierungsanteil am Gesamthaushalt liegt bei 81,9 Prozent (330,5 Millionen Euro) – ein Plus von rund 4,3 Millionen Euro gegenüber dem Plan des Vorjahres. Im Bistumshaushalt 2013 sind Ausgaben in Höhe von 403,6 Millionen Euro vorgesehen. Dabei komme jeder zweite Euro laut Bistum den Pfarreien zugute: Rund 53,4 Prozent (215,4 Millionen) gehen an die Kirchengemeinden. Schwerpunkte seien die Besoldung des Seelsorgepersonals (13,6 Prozent) sowie die laufenden und investiven Zuweisungen (32,2 Prozent).

So entfallen 2013 rund 101,3 Millionen Euro auf die Finanzierung laufender Ausgaben und 36 Millionen Euro auf Investitionen. Von diesen Zuweisungen kommen über 28 Millionen Euro den Kindergärten zugute. Für die 51 Schulen und zwei Schülerheime in katholischer Trägerschaft, die von über 31 000 Schüler(innen) besucht werden, stellt das Bistum Zuweisungen für den laufenden Betrieb in Höhe von 10,1 Millionen Euro bereit. Daneben fließen rund 18,7 Millionen Euro in Baumaßnahmen.

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