Kurzer Prozess mit Langer Ida
Glasfasernetz macht Funkturm in Rosendahl überflüssig

Rosendahl -

Für die Osterwicker war sie mehr als ein Funkturm: die Lange Ida. Wahrzeichen und Orientierungspunkt zugleich. Immer wieder wird am Samstag die Frage gestellt, wie Besuchern der Weg in den kleinen Ortsteil Rosendahls nun erklärt werden soll. Denn schon aus der Ferne war das 115 Meter hohe Bauwerk gut zu sehen.

Sonntag, 10.02.2013, 18:02 Uhr

Vier Kilo Sprengstoff gaben dem 115 Meter hohen Funkturm in Rosendahl-Osterwick am Samstag den Rest.
Vier Kilo Sprengstoff gaben dem 115 Meter hohen Funkturm in Rosendahl-Osterwick am Samstag den Rest. Foto: Daniel Peters

Jetzt müssen sich die Osterwicker etwas Neues überlegen. Denn um Punkt 14 Uhr ließen vier Kilo Sprengstoff den Turm auf ein angrenzendes Feld krachen. Etwa 2000 Zuschauer waren gekommen, um die letzten Sekunden ihrer Ida mitzuerleben. Seit Mitte 2012 wurde der Funkturm nicht mehr benötigt.

Das moderne Glasfasernetz hatte ihn überflüssig gemacht. Eine Instandhaltung wäre für die Betreiberfirma Amprion auf Dauer teurer gewesen als die Sprengung, die den Netzbetreiber rund 250 000 Euro kostet hat. Der Name der Langen Ida lässt sich übrigens auf die Wirtin einer Gaststätte zurückführen, die früher direkt an den Turm angrenzte.

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